<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Förderung Archive - LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württmberg</title>
	<atom:link href="https://www.lag-mobil.de/category/foerderung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.lag-mobil.de/category/foerderung/</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Thu, 22 Oct 2026 10:29:03 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.1.4</generator>

<image>
	<url>https://www.lag-mobil.de/wp-content/uploads/2026/04/cropped-cropped-LAG_Logo_2026-32x32.png</url>
	<title>Förderung Archive - LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württmberg</title>
	<link>https://www.lag-mobil.de/category/foerderung/</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Einsamkeit bei jungen Menschen</title>
		<link>https://www.lag-mobil.de/einsamkeit-bei-jungen-menschen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katharina Huber]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2026 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ATLAS]]></category>
		<category><![CDATA[Förderung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Lebenswelten]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendsozialarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Mobile Jugendarbeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lag-mobil.de/?p=4272</guid>

					<description><![CDATA[<p>Warum Beziehungen Zeit brauchen und Jugendsozialarbeit unverzichtbar ist Wer an Einsamkeit denkt, hat häufig ältere Menschen vor Augen. Menschen, die allein leben, wenig Besuch bekommen und kaum noch am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Dabei wird eine andere Altersgruppe häufig übersehen: junge Menschen. Die Zeitverwendungserhebung des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2022 [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lag-mobil.de/einsamkeit-bei-jungen-menschen/">Einsamkeit bei jungen Menschen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lag-mobil.de">LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württmberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<style>

/* =====================================
   ARTIKEL: EINSAMKEIT BEI JUNGEN MENSCHEN
   ===================================== */

/* Fließtext */
body.single-post .entry-content > p {
  font-size: 17px;
  line-height: 1.9;
  color: #383838;
  margin-bottom: 24px;
  letter-spacing: 0.1px;
}

/* Einleitung hervorheben */
body.single-post .entry-content > p:first-of-type {
  font-size: 19px;
  line-height: 1.85;
  color: #303030;
  font-weight: 400;
  margin-bottom: 32px;
}

/* Zwischenüberschriften */
body.single-post .entry-content > h2 {
  font-size: 25px;
  font-weight: 700;
  line-height: 1.4;
  color: #292929;

  margin-top: 52px;
  margin-bottom: 23px;

  padding-left: 18px;
  border-left: 4px solid #da3c15;
}

/* Kleinere Zwischenüberschriften */
body.single-post .entry-content > h3 {
  font-size: 21px;
  font-weight: 700;
  color: #333333;

  margin-top: 36px;
  margin-bottom: 18px;
}

/* Hervorhebungen im Fließtext */
body.single-post .entry-content > p strong {
  font-weight: 700;
  color: #292929;
}

/* Links im Artikel */
body.single-post .entry-content > p a,
body.single-post .entry-content > ul a,
body.single-post .entry-content > ol a {
  color: #c83b18;
  text-decoration: underline;
  text-decoration-color: #e9b5a5;
  text-underline-offset: 4px;
  transition: color 0.2s ease;
}

body.single-post .entry-content > p a:hover,
body.single-post .entry-content > ul a:hover,
body.single-post .entry-content > ol a:hover {
  color: #92290e;
}

/* Aufzählungen */
body.single-post .entry-content > ul,
body.single-post .entry-content > ol {
  font-size: 17px;
  line-height: 1.85;
  color: #383838;
  margin-bottom: 28px;
  padding-left: 28px;
}

body.single-post .entry-content > ul li,
body.single-post .entry-content > ol li {
  margin-bottom: 12px;
}

/* Mobilansicht */
@media (max-width: 768px) {

  body.single-post .entry-content > p {
    font-size: 16px;
    line-height: 1.8;
    margin-bottom: 20px;
  }

  body.single-post .entry-content > p:first-of-type {
    font-size: 17px;
    line-height: 1.8;
  }

  body.single-post .entry-content > h2 {
    font-size: 22px;
    margin-top: 38px;
    margin-bottom: 20px;
    padding-left: 14px;
  }

  body.single-post .entry-content > h3 {
    font-size: 19px;
  }

}

</style>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Warum Beziehungen Zeit brauchen und Jugendsozialarbeit unverzichtbar ist</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer an Einsamkeit denkt, hat häufig ältere Menschen vor Augen. Menschen, die allein leben, wenig Besuch bekommen und kaum noch am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Dabei wird eine andere Altersgruppe häufig übersehen: junge Menschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zeitverwendungserhebung des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2022 zeigt, dass junge Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren besonders häufig von Einsamkeit betroffen sind. (<a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Einkommen-Konsum-Lebensbedingungen/Zeitverwendung/Ergebnisse/_inhalt.html">Statistisches Bundesamt, 2025</a>) Das könnte zunächst überraschend wirken. Sind junge Menschen nicht in der Schule, in sozialen Medien oder in ihrer Freizeit ständig mit anderen in Kontakt? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch soziale Kontakte und soziale Verbundenheit sind nicht dasselbe. Man kann von Menschen umgeben sein und sich trotzdem einsam fühlen. Die Jugend ist eine Lebensphase, in der Freundschaften, Gruppen und soziale Beziehungen eine besonders wichtige Rolle spielen. Wenn hier das Zugehörigkeitsgefühl fehlt, ist es besonders gravierend.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Warum gerade junge Menschen besonders verletzlich sind</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Jugend ist geprägt von Übergängen. Freundschaften verändern sich, Schulklassen werden verlassen, Ausbildungen begonnen oder abgebrochen, neue Beziehungen entstehen und andere leben sich auseinander. Gleichzeitig müssen junge Menschen herausfinden, wer sie sind, wo sie dazugehören und welchen Platz sie in der Gesellschaft einnehmen möchten. Gerade diese Entwicklungsaufgaben machen die Jugend zu einer Lebensphase, in der Einsamkeit besonders relevant werden kann. Denn Einsamkeit entsteht nicht allein durch fehlende Kontakte, sondern durch die wahrgenommene Diskrepanz zwischen den sozialen Beziehungen, die man sich wünscht, und denen, die man tatsächlich erlebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt, dass Einsamkeit selbst zu einem Hindernis für neue Beziehungen werden kann. Wer wiederholt Zurückweisung erlebt oder sich ausgeschlossen fühlt, entwickelt möglicherweise die Erwartung, auch künftig nicht akzeptiert zu werden. Neutrale Reaktionen anderer werden dann schneller als Ablehnung interpretiert. Rückzug erscheint als Schutz vor weiteren Enttäuschungen, verstärkt aber möglicherweise genau das Gefühl, nicht dazuzugehören. In der Einsamkeitsforschung wird in diesem Zusammenhang auch von verzerrten sozialen Kognitionen gesprochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit wird deutlich: Es reicht nicht immer aus, einsamen Menschen einfach mehr Kontaktmöglichkeiten anzubieten. Manchmal braucht es Unterstützung dabei, Vertrauen in soziale Beziehungen zurückzugewinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Einsamkeit ist auch eine Frage gesellschaftlicher Teilhabe</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Einsamkeit hat aber nicht nur eine persönliche, sondern auch eine gesellschaftliche Dimension. Junge Menschen möchten nicht ausschließlich dazugehören. Sie möchten auch mitgestalten, ernst genommen werden und erleben, dass ihre Meinung etwas verändert. Was aber passiert, wenn junge Menschen immer wieder erfahren, dass ihre Perspektiven in politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen kaum berücksichtigt werden?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Untersuchung der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2025 zeigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen Einsamkeit und politischer Selbstwirksamkeit. 60 Prozent der stark einsamen jungen Menschen glauben nicht daran, politische oder gesellschaftliche Veränderungen bewirken zu können. Unter den nicht einsamen Befragten sind es 42 Prozent. (<a href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2025/mai/die-einsamkeit-junger-menschen-ist-eine-gefahr-fuer-die-demokratie">Bertelsmann Stiftung, 2025</a>) Die Ergebnisse belegen keine einfache Ursache-Wirkungs-Beziehung. Sie verdeutlichen aber, wie eng soziale Zugehörigkeit, gesellschaftliche Anerkennung und politische Teilhabe miteinander verbunden sind. Wer sich dauerhaft übersehen fühlt, kann nicht nur das Vertrauen in andere Menschen verlieren, sondern auch das Vertrauen in gesellschaftliche Institutionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb bedeutet Einsamkeitsprävention auch, Beteiligungsmöglichkeiten zu schaffen. Junge Menschen müssen erfahren können, dass ihre Interessen zählen, dass sie Entscheidungen beeinflussen können und dass sie ein Teil dieser Gesellschaft sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was Jugendsozialarbeit gegen Einsamkeit leisten kann</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau hier liegt eine besondere Stärke der Jugendsozialarbeit. Fachkräfte der Mobilen Jugendarbeit, der Schulsozialarbeit und anderer Bereiche der Jugend(sozial)arbeit schaffen Räume, in denen junge Menschen Beziehungen aufbauen, soziale Erfahrungen sammeln und Selbstwirksamkeit erleben können. Für die Mobile Jugendarbeit ist dieses Ziel auch in den fachlichen Standards festgehalten. (<a href="https://www.lag-mobil.de/wp-content/uploads/2023/10/Fachliche-Standards-Mobile-Jugendarbeit-BW_MV2023.pdf">LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg, 2023</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei geht es nicht unbedingt um große Projekte oder spezielle pädagogische Programme. Manchmal beginnt es mit einer Fachkraft, die regelmäßig ansprechbar ist. Die sich für einen jungen Menschen interessiert, ohne sofort eine Veränderung zu erwarten. Die zuhört, auch wenn Gespräche zunächst oberflächlich bleiben. Die nachfragt und auch dann noch da ist, wenn etwas nicht funktioniert. Solche Beziehungen können die Grundlage dafür schaffen, dass junge Menschen neue soziale Erfahrungen machen. Denn wer gelernt hat, Ablehnung zu erwarten, braucht Erfahrungen, die dieser Erwartung widersprechen. Dafür benötigen Fachkräfte Zeit, Kontinuität und die Möglichkeit, tragfähige Beziehungen aufzubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darauf aufbauend kann Jugendsozialarbeit soziale und emotionale Kompetenzen stärken: Gefühle wahrnehmen und ausdrücken, Konflikte bewältigen, auf andere zugehen, unterschiedliche Perspektiven verstehen oder mit Zurückweisung umgehen. Entscheidend ist dabei auch die Art der Rückmeldung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Statt Jugendliche durch Zuschreibungen wie „Du bist eben schüchtern“ auf bestimmte Eigenschaften festzulegen, kann es hilfreicher sein, konkrete Entwicklungen sichtbar zu machen: „Du hast heute jemanden angesprochen, obwohl dir das schwergefallen ist.“ Prozessbezogenes Feedback kann Entwicklungen sichtbar machen. Personenzuschreibungen können dagegen bestehende Selbstbilder verfestigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jugendsozialarbeit kann damit nicht nur soziale Kontakte ermöglichen, sondern junge Menschen dabei begleiten, ihre Beziehungen zunehmend selbstbestimmt zu gestalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sonderangebote für einsame Jugendliche?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Einsamkeit als gesellschaftliches Problem erkannt wird, entsteht schnell die Frage nach speziellen Angeboten für betroffene junge Menschen. Doch genau hier lohnt sich ein differenzierter Blick. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Einsame Jugendliche sind zunächst Jugendliche. Sie interessieren sich für Musik, Sport, Gaming, Freundschaften, Mode oder andere Dinge, genauso wie Gleichaltrige, die sich nicht einsam fühlen. Ein besonderes Angebot ausschließlich für „einsame Jugendliche“ kann deshalb auch problematisch sein. Denn Einsamkeit kann mit Scham verbunden sein. Wer möchte schon vor anderen zugeben müssen, dass er oder sie keine ausreichenden sozialen Beziehungen hat?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fachkräfte müssen dafür sensibilisiert werden, mögliche Anzeichen wahrzunehmen. Sozialer Rückzug, Unsicherheit in Beziehungen oder wiederkehrende Konflikte können Hinweise sein. Sie sind aber keine eindeutigen Belege für Einsamkeit. Es braucht eine professionelle Haltung, die nicht vorschnell bewertet, sondern nachfragt und es braucht Angebote, die an den Interessen junger Menschen ansetzen, ohne sie über ihre Schwierigkeiten zu definieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erreichbarkeit ist eine gemeinsame Aufgabe</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere Herausforderung besteht darin, diejenigen jungen Menschen zu erreichen, die besonders unter Einsamkeit leiden. Denn Menschen, denen soziale Kontakte schwerfallen, suchen nicht zwangsläufig von sich aus nach Unterstützung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wichtiger Ansatzpunkt sind Schulen. Sie gehören zu den wenigen Orten, an denen ein großer Teil junger Menschen unabhängig von ihren Interessen, ihrem familiären Hintergrund oder ihrer sozialen Einbindung erreichbar ist. Das bedeutet nicht, dass Einsamkeitsprävention allein Aufgabe der Schule werden sollte. Vielmehr braucht es eine engere Zusammenarbeit zwischen Schulsozialarbeit, Mobiler Jugendarbeit, Offener Kinder- und Jugendarbeit, Vereinen, Beratungsstellen und weiteren Akteur:innen im Sozialraum. Schule kann ein Zugang sein. Mobile Jugendarbeit kann Beziehungen im Sozialraum stärken. Vereine und offene Angebote können neue Begegnungsmöglichkeiten eröffnen. Entscheidend ist, diese unterschiedlichen Zugänge miteinander zu verbinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einsamkeit lässt sich nicht von einer einzelnen Einrichtung oder Profession lösen. Es braucht gemeinsame Konzepte, abgestimmte Zugangswege und verlässliche Kooperationen. Dabei muss auch das gesellschaftliche Stigma von Einsamkeit abgebaut werden. Einsamkeit ist kein persönliches Versagen, sondern eine menschliche Erfahrung, die grundsätzlich jeden Menschen treffen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Beziehungen brauchen Zeit – Kürzungen gefährden genau diese Grundlage</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Anhaltende Einsamkeit ist nicht nur unangenehm. Sie steht in einem wechselseitigen Zusammenhang mit psychischen und körperlichen Erkrankungen. Einsamkeit kann krank machen, während gesundheitliche Belastungen wiederum Einsamkeit verstärken können. (<a href="https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/240424/9ecd4971c03a49960f102d161c4bab7b/20240530-factsheet-strategie-gegen-einsamkeit-data.pdf">Kompetenznetz Einsamkeit, 2024</a>) Die gesellschaftliche Bedeutung von Prävention ist damit offensichtlich. Gleichzeitig erleben wir jedoch, dass ausgerechnet jene Strukturen zunehmend unter Druck geraten, die soziale Beziehungen und gesellschaftliche Teilhabe fördern können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere Erhebung aus dem Jahr 2026 zeigt, dass zahlreiche Einrichtungen von Kürzungen, steigenden Anforderungen und anhaltender Planungsunsicherheit betroffen sind. Die Einschränkungen betreffen unter anderem die Präsenz im Sozialraum und die Möglichkeiten frühzeitiger Unterstützung. (<a href="https://www.lag-mobil.de/kuerzungen-in-der-mobilen-jugendarbeit-streetwork/">LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg, 2026</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier entsteht ein grundlegender Widerspruch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wissen, dass junge Menschen stabile Beziehungen benötigen. Wir wissen, dass Vertrauen nicht auf Knopfdruck entsteht. Und wir wissen, dass gerade belastete junge Menschen häufig besonders viel Zeit brauchen, bevor sie Unterstützung annehmen können. Gleichzeitig erwarten wir von der Jugendsozialarbeit, mit immer weniger Ressourcen auf immer komplexere Problemlagen zu reagieren. Wie soll Beziehungsarbeit gelingen, wenn die Bedingungen, unter denen Beziehungen entstehen können, immer unsicherer werden?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Fachkraft, die aufgrund knapper Ressourcen ständig zwischen akuten Krisen wechseln muss, hat weniger Möglichkeiten, langfristige Beziehungen zu gestalten. Ein Angebot, dessen Fortbestand regelmäßig infrage steht, kann jungen Menschen nur eingeschränkt jene Verlässlichkeit vermitteln, die sie benötigen. Und wenn Einrichtungen schließen oder Personalstellen wegfallen, verschwinden nicht nur Angebote. Es gehen auch gewachsene Beziehungen, Vertrauen und wichtige Zugänge verloren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jugendsozialarbeit wirkt – wenn wir sie wirken lassen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Einsamkeit junger Menschen lässt sich nicht durch einzelne Projekte oder kurzfristige Maßnahmen beseitigen. Was wir brauchen, sind stabile soziale Strukturen, niedrigschwellige Begegnungsmöglichkeiten und Fachkräfte, die junge Menschen langfristig begleiten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mobile Jugendarbeit und andere Bereiche der Jugendsozialarbeit schaffen dafür wichtige Voraussetzungen. Sie ermöglichen Zugehörigkeit, unterstützen bei der Gestaltung sozialer Beziehungen, fördern Selbstwirksamkeit und eröffnen Wege zu gesellschaftlicher Teilhabe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Arbeit ist häufig unspektakulär. Ihre Bedeutung zeigt sich nicht immer in kurzfristig messbaren Ergebnissen, sondern in Entwicklungen, die Zeit brauchen. In einem jungen Menschen, der sich wieder traut, auf andere zuzugehen. In einer Gruppe, die lernt, Konflikte gemeinsam auszutragen. Oder in der Erfahrung, mit den eigenen Bedürfnissen und Interessen ernst genommen zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer Einsamkeit bei jungen Menschen wirksam begegnen möchte, darf deshalb nicht nur zusätzliche Maßnahmen fordern. Er muss auch die bestehenden Strukturen stärken, die Beziehungen überhaupt erst ermöglichen. Dafür braucht es politische Anerkennung, verlässliche Finanzierung und langfristige Perspektiven für die Fachkräfte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn gegen Einsamkeit helfen nicht allein mehr Kontakte. Es helfen Beziehungen, Zugehörigkeit und das Gefühl, einen Platz in der Gesellschaft zu haben.<strong><br></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen- und Literaturverzeichnis</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bertelsmann Stiftung (2025). <a href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2025/mai/die-einsamkeit-junger-menschen-ist-eine-gefahr-fuer-die-demokratie">Die Einsamkeit junger Menschen ist eine Gefahr für die Demokratie</a> (26. Mai 2025).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kompetenznetz Einsamkeit (2024). <a href="https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/240424/9ecd4971c03a49960f102d161c4bab7b/20240530-factsheet-strategie-gegen-einsamkeit-data.pdf">Factsheet – Einsamkeit in Deutschland</a> (auf Grundlage des Einsamkeitsbarometers 2024).</p>



<p class="wp-block-paragraph">LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg (2026). <a href="https://www.lag-mobil.de/kuerzungen-in-der-mobilen-jugendarbeit-streetwork/">Kürzungen in der Mobilen Jugendarbeit/Streetwork</a> (30. April 2026).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Statistisches Bundesamt (2025). <a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Einkommen-Konsum-Lebensbedingungen/Zeitverwendung/Ergebnisse/_inhalt.html">Wo bleibt die Zeit? Ergebnisse zur Zeitverwendung in Deutschland 2022</a>, Abschnitt „Einsamkeit“ (Aktualisierung vom 6. Juni 2025).</p>



<div style="background-color:#ffffff; border:1px solid #d2d2d2; border-left:7px solid #da3c15; padding:32px 36px; margin:30px 0;">

  <h2 style="margin-top:0; margin-bottom:18px;">
    ATLAS
  </h2>

  <p>
    Das Projekt <strong>ATLAS</strong> beobachtet und analysiert digitale Lebenswelten Jugendlicher und bereitet diese Erkenntnisse für die Fachpraxis auf. Ziel ist es, die Dynamiken dieser digitalen Räume besser zu verstehen und daraus Wege abzuleiten, wie reale <strong>Teilhabe</strong>, <strong>Beziehungen</strong> und <strong>Unterstützungsangebote</strong> für junge Menschen gestärkt werden können.
  </p>

  <p style="margin-bottom:0;">
    Das Projekt wird umgesetzt von der <strong>LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg e. V.</strong> und wird finanziert durch das <strong>Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit </strong> aus Landesmitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat.
  </p>

</div>



<style>

/* =====================================
   ARTIKEL: EINSAMKEIT BEI JUNGEN MENSCHEN
   ===================================== */

/* Fließtext */
body.single-post .entry-content > p {
  font-size: 17px;
  line-height: 1.9;
  color: #383838;
  margin-bottom: 24px;
  letter-spacing: 0.1px;
}

/* Einleitung hervorheben */
body.single-post .entry-content > p:first-of-type {
  font-size: 19px;
  line-height: 1.85;
  color: #303030;
  font-weight: 400;
  margin-bottom: 32px;
}

/* Zwischenüberschriften */
body.single-post .entry-content > h2 {
  font-size: 25px;
  font-weight: 700;
  line-height: 1.4;
  color: #292929;

  margin-top: 52px;
  margin-bottom: 23px;

  padding-left: 18px;
  border-left: 4px solid #da3c15;
}

/* Kleinere Zwischenüberschriften */
body.single-post .entry-content > h3 {
  font-size: 21px;
  font-weight: 700;
  color: #333333;

  margin-top: 36px;
  margin-bottom: 18px;
}

/* Hervorhebungen im Fließtext */
body.single-post .entry-content > p strong {
  font-weight: 700;
  color: #292929;
}

/* Links im Artikel */
body.single-post .entry-content > p a,
body.single-post .entry-content > ul a,
body.single-post .entry-content > ol a {
  color: #c83b18;
  text-decoration: underline;
  text-decoration-color: #e9b5a5;
  text-underline-offset: 4px;
  transition: color 0.2s ease;
}

body.single-post .entry-content > p a:hover,
body.single-post .entry-content > ul a:hover,
body.single-post .entry-content > ol a:hover {
  color: #92290e;
}

/* Aufzählungen */
body.single-post .entry-content > ul,
body.single-post .entry-content > ol {
  font-size: 17px;
  line-height: 1.85;
  color: #383838;
  margin-bottom: 28px;
  padding-left: 28px;
}

body.single-post .entry-content > ul li,
body.single-post .entry-content > ol li {
  margin-bottom: 12px;
}

/* Mobilansicht */
@media (max-width: 768px) {

  body.single-post .entry-content > p {
    font-size: 16px;
    line-height: 1.8;
    margin-bottom: 20px;
  }

  body.single-post .entry-content > p:first-of-type {
    font-size: 17px;
    line-height: 1.8;
  }

  body.single-post .entry-content > h2 {
    font-size: 22px;
    margin-top: 38px;
    margin-bottom: 20px;
    padding-left: 14px;
  }

  body.single-post .entry-content > h3 {
    font-size: 19px;
  }

}

</style>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lag-mobil.de/einsamkeit-bei-jungen-menschen/">Einsamkeit bei jungen Menschen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lag-mobil.de">LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württmberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Förderung</title>
		<link>https://www.lag-mobil.de/automatisch-gespeicherter-entwurf-3/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tamara Wagner]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jul 2026 08:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Förderung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lag-mobil.de/?p=3965</guid>

					<description><![CDATA[<p>Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung BW Kinder- und Jugendbeteiligung erproben und ausbauen? Für mehr Beteiligungsprojekte von jungen Menschen vor Ort gibt es zwei Fördermöglichkeiten: Gefördert werden Projekte, die junge Menschen bis 27 Jahre aktiv einbeziehen und echte Beteiligungsmöglichkeiten schaffen – von kurzfristigen Aktionen bis hin zu nachhaltigen Beteiligungsstrukturen. Projektanträge können laufend [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lag-mobil.de/automatisch-gespeicherter-entwurf-3/">Förderung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lag-mobil.de">LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württmberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<h2 class="wp-block-heading">Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung BW</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Kinder- und Jugendbeteiligung erproben und ausbauen? Für mehr Beteiligungsprojekte von jungen Menschen vor Ort gibt es zwei Fördermöglichkeiten: Gefördert werden Projekte, die junge Menschen bis 27 Jahre aktiv einbeziehen und echte Beteiligungsmöglichkeiten schaffen – von kurzfristigen Aktionen bis hin zu nachhaltigen Beteiligungsstrukturen.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Nachhaltig angelegte Großprojekte können mit bis zu 22.500€ gefördert werden</li>



<li>Kurzfristige Kleinprojekte erhalten bis zu 4.500€</li>



<li>Eigenmittel: 10 % der Gesamtsumme</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Projektanträge können laufend eingereicht werden. Die&nbsp;<a href="https://kinder-jugendbeteiligung-bw.de/angebote/foerderung/projektfoerderung/">aktuellen Fristen und Unterlagen</a>&nbsp;sind auf der Homepage der SKJB zu finden.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Tipp:&nbsp;</strong>In der&nbsp;<strong>monatlichen Sprechstunde</strong>&nbsp;(i.d.R. jeden ersten Dienstag im Monat) ist Zeit für Fragen und Unterstützung bei der Antragsstellung.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lag-mobil.de/automatisch-gespeicherter-entwurf-3/">Förderung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lag-mobil.de">LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württmberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
