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Online-Format: Heimat finden im Fremden? Auseinandersetzungen in der IGMG zwischen Ankommen und Fremdbleiben.

17. Juni 2021, 10:00 - 12:00

Die Milli Görüş Bewegung vernetzte sich laut Selbstbeschreibung in den 70er Jahren europaweit und gründete in den 80ern die AMGT als Vorläufer der heutigen IGMG, die seit1995 als Verein agiert und mittlerweile in Deutschland 323 Moscheen unterhält und 350.000 Personen erreicht.

Laut dem Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg versteht die „Islamische Gemeinschaft Milli Görüs e. V.“ (IGMG) „sich selbst als „Gemeinschaft, die der umfassenden Religionsverwirklichung dient“; sie arbeitet also darauf hin, normativen Vorgaben der Religion langfristig politisch-gesellschaftliche Geltung zu verschaffen. Um ihre islamistische Agenda voranzubringen, nutzt sie die Mittel des Rechtsstaats.“

Wie ist die Islamische Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) einzuordnen? Wie hat sie sich historisch entwickelt? Ist von einer an der Türkei orientierten antiwestlichen Organisation eine Vertretung der deutsch-türkischen Muslim:innen mit demokratischen Mitteln geworden? Welche Agenda hat sie? Was ist mit Legalistischem Islamismus gemeint?

Referent

Engin Karahan
Karahan Consulting

Engin Karahan war lange Jahre hauptamtlich in muslimischen Gemeinschaften aktiv. Er nahm an der Deutsche Islam Konferenz teil. Aktuell berät er als Inhaber von Karahan Consulting (www.karahan.net) migrantische NGOs und andere zivilgesellschaftliche Akteure im Bereich Politik und Öffentlichkeitsarbeit. Karahan ist Gründungs- und Beiratsmitglied der Alhambra Gesellschaft e.V.. Für Mosaik e.V. leitet er seit März 2020 das Projekt „Crossing the barriers – Gemeinsam für ein Leben ohne Diskriminierung“, das eine Beratungsstelle für Betroffene von Islam- und Muslimfeindlichkeit in Hamm aufbaut.

Moderation

Dr. Hussein Hamdan
Fachbereichsleiter Muslime in Deutschland
Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart

  • Der Islam- und Religionswissenschaftler Hussein Hamdan studierte und promovierte in Tübingen. Das Thema seiner Doktorarbeit ist „Der christlich-islamische Dialog der Azhar-Universität“. Die Arbeit ist im Herder Verlag erschienen.
  • Hussein Hamdan war die ersten beiden Jahre seiner Promotion Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung. 2009 wurde er für zwei Jahre Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum für interkulturelle Kommunikation in Heidelberg. Dort verfasste er u. a. den Band „Muslime in Deutschland. Geschichte, Gegenwart und Chancen“.
  • Seit Juni 2012 ist er an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart tätig. Dort war er zunächst für das Projekt „Junge Muslime als Partner“ verantwortlich. Aktuell leitet er das Projekt „Muslime als Partner in Baden-Württemberg“, in dem er als Islamberater für kommunale Einrichtungen wirkt sowie das Fortbildungsangebot „Islam im Plural“.
  • Hussein Hamdan ist Autor und Sprecher der Kolumne „Islam in Deutschland“ (SWR) und Referent zu diversen Themen des Islams. Seine Schwerpunkte sind Muslime in Deutschland, Interreligiöser Dialog, Humor im Islam sowie Einführungen in die Grundlagen, Quellen und Geschichte des Islams. Zudem war er Mitglied des Runden Tischs Islam Baden-Württemberg von Integrationsministerin Bilkay Öney.
  • Er ist u. a. unabhängiges wissenschaftliches Beiratsmitglied im Zentrum für islamische Theologie an der Universität Tübingen sowie Fachbereitsmitglied im Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg (Konex).

Die Teilnahme ist kostenlos. Die Anmeldung dient ausschließlich dazu, vorab die Zugangsdaten für das Meeting zusenden zu können. Die Veranstaltung findet über Zoom statt. Der Link zur Teilnahme wird einen Tag vorher automatisiert versendet.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, Teilnehmende von der Veranstaltung auszuschließen, wenn diese durch ihr Verhalten, insbesondere durch rechtsextreme, rechtspopulistische, rassistische und antisemitische Äußerungen Format grob oder wiederholt stören.

Details

Datum:
17. Juni 2021
Zeit:
10:00 - 12:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Zoom

Veranstalter

FEX | Fachstelle Extremismusdistanzierung
Telefon:
0800 2016 112
E-Mail:
fex@lag-mobil.de
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