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	<title>LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württmberg</title>
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		<title>Junge Menschen brauchen Gehör. Mobile Jugendarbeit braucht eine starke Vertretung.</title>
		<link>https://www.lag-mobil.de/junge-menschen-brauchen-gehoer-mobile-jugendarbeit-braucht-eine-starke-vertretung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mathieu Coquelin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2026 16:52:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Warum es gerade jetzt auf die Mitgliedschaft in der LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg ankommt. Städte, Gemeinden und freie Träger stehen unter erheblichem finanziellen Druck.Verantwortliche müssen Ausgaben überprüfen, Prioritäten setzen und schwierigeEntscheidungen treffen. Dazu gehört auch die Frage, welchen Nutzen die Mitgliedschaft ineinem Fachverband hat. Diese Frage ist berechtigt. Unsere Antwort: [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lag-mobil.de/junge-menschen-brauchen-gehoer-mobile-jugendarbeit-braucht-eine-starke-vertretung/">Junge Menschen brauchen Gehör. Mobile Jugendarbeit braucht eine starke Vertretung.</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lag-mobil.de">LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württmberg</a>.</p>
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<h2 class="wp-block-heading">Warum es gerade jetzt auf die Mitgliedschaft in der LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg ankommt. </h2>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Städte, Gemeinden und freie Träger stehen unter erheblichem finanziellen Druck.<br>Verantwortliche müssen Ausgaben überprüfen, Prioritäten setzen und schwierige<br>Entscheidungen treffen. Dazu gehört auch die Frage, welchen Nutzen die Mitgliedschaft in<br>einem Fachverband hat. Diese Frage ist berechtigt. Unsere Antwort: Die Mitgliedschaft<br>stärkt die fachliche Arbeit vor Ort und die gemeinsame Vertretung eines Arbeitsfeldes,<br>dessen Perspektive gerade jetzt gebraucht wird.<br>Mobile Jugendarbeit und Streetwork erreichen junge Menschen, die mit ihren Anliegen im<br>politischen Alltag häufig wenig Gehör finden. Fachkräfte erleben unmittelbar, was fehlende<br>Treffpunkte, unsichere Zukunftsperspektiven, psychische Belastungen oder gesellschaftliche<br>Ausgrenzung bedeuten. Sie unterstützen junge Menschen im Alltag und schaffen<br>Möglichkeiten, eigene Interessen zu formulieren und einzubringen.<br>Damit diese Erfahrungen auch über die einzelne Kommune hinaus berücksichtigt werden,<br>braucht es Strukturen, die sie bündeln, fachlich einordnen und gegenüber Politik, Verwaltung<br>und Öffentlichkeit vertreten. Diese Aufgabe übernimmt die Landesarbeitsgemeinschaft<br>Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg e. V.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br><strong>Fachliche Unterstützung, die vor Ort ankommt</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Die LAG verbindet Fachberatung, Qualifizierung, kollegialen Austausch und die<br>Weiterentwicklung fachlicher Standards. Sie unterstützt Fachkräfte, Träger und Kommunen<br>dabei, Konzepte zu entwickeln, Erfahrungen anderer Standorte zu nutzen und auf neue<br>Herausforderungen zu reagieren.<br>Gerade kleinere Standorte verfügen häufig nur über wenige Stellenanteile. Eine eigene<br>fachliche Begleitstruktur speziell für Mobile Jugendarbeit und Streetwork lässt sich dort oft<br>nicht vorhalten. Die LAG bündelt arbeitsfeldspezifische Expertise und macht Beratung,<br>Austausch und fachliche Weiterentwicklung überörtlich zugänglich. Das ergänzt die<br>Verantwortung der jeweiligen Träger und Leitungen. Zugleich können auch kleine Teams ihre<br>Erfahrungen einbringen und fachliche Entwicklungen aktiv mitgestalten. So wird<br>spezialisierte Unterstützung in einem Flächenland gemeinsam getragen.<br>Wenn etwa Konflikte um öffentliche Räume zunehmen, digitale Lebenswelten neue Fragen<br>aufwerfen oder Fachkräfte mit psychischen Belastungen junger Menschen konfrontiert sind,<br>muss nicht jede Einrichtung allein nach Antworten suchen. Die LAG schafft Verbindungen<br>zwischen Praxis, fachlicher Expertise und neuen Erkenntnissen. Das stärkt die<br>Handlungssicherheit vor Ort und unterstützt den verantwortungsvollen Einsatz<br>vorhandener Ressourcen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br><strong>Gemeinsame Anliegen brauchen eine gemeinsame Vertretung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Viele Bedingungen der Mobilen Jugendarbeit werden überörtlich geprägt. Dazu gehören<br>Förderbedingungen, fachpolitische Prioritäten und die öffentliche Wahrnehmung des<br>Arbeitsfeldes. Einzelne Einrichtungen und Kommunen können diese Debatten nur begrenzt<br>begleiten. Ein Landesverband kann Erfahrungen zusammenführen, gemeinsame Anliegen<br>formulieren und kontinuierlich vertreten.<br>Die LAG ergänzt damit die Arbeit vor Ort um eine landesweite Perspektive. Sie macht<br>sichtbar, welche Leistungen Mobile Jugendarbeit erbringt, welche Rahmenbedingungen sie<br>benötigt und welche Folgen es hat, wenn Angebote geschwächt werden.<br>Diese Vertretung lebt von ihrer Mitgliedschaft. Je mehr Kommunen, Träger und Fachkräfte<br>ihre Erfahrungen einbringen und den Verband tragen, desto breiter ist seine fachliche<br>Grundlage. Eine starke Mitgliederbasis verleiht gemeinsamen Anliegen zusätzliches Gewicht<br>und zeigt: Hinter ihnen stehen unterschiedliche Standorte und konkrete Erfahrungen aus der<br>Praxis.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br><strong>Gerade unter Spardruck zählt die Perspektive junger Menschen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Wenn Mittel knapper werden, wächst die Konkurrenz zwischen berechtigten Anliegen. Junge<br>Menschen verfügen dabei über sehr unterschiedliche Möglichkeiten, ihre Interessen<br>wirksam einzubringen. Gerade diejenigen, die gesellschaftliche Benachteiligung erfahren,<br>benötigen verlässliche Zugänge zu Beteiligung und Gehör.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Fachverbände und Arbeitsfeldvertretungen tragen dazu bei, dass ihre Lebenslagen in<br>politischen Entscheidungen berücksichtigt werden. Sie ergänzen die direkte Beteiligung<br>junger Menschen und unterstützen Fachkräfte darin, deren Anliegen öffentlich zu vertreten.<br>Eine Mitgliedschaft in der LAG trägt diese gemeinsame Aufgabe mit. Ihr Wert lässt sich<br>deshalb nicht allein daran bemessen, wie viele Veranstaltungen eine einzelne Einrichtung im<br>vergangenen Jahr besucht hat. Sie unterstützt auch die kontinuierliche fachliche und<br>politische Arbeit, von der das gesamte Arbeitsfeld profitiert.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br><strong>Mitglied bleiben. Mitglied werden. Mitgestalten.</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Wer Mitglied in der LAG ist, trägt fachliche Unterstützung, Austausch und<br>Interessenvertretung mit und kann die Entwicklung des Verbandes mitgestalten. Wer neu<br>hinzukommt, bringt zusätzliche Erfahrungen und Perspektiven ein.<br>Wir werben deshalb dafür, die Mitgliedschaft auch unter schwierigen Haushaltsbedingungen<br>fortzuführen. Und wir laden Kommunen, Träger und Menschen mit Verbindung zum<br>Arbeitsfeld ein, Mitglied zu werden.<br>Gerade jetzt kommt es darauf an, fachliche Zusammenarbeit zu sichern und die Anliegen<br>junger Menschen sichtbar zu halten. Die Mitgliedschaft in der LAG ist ein konkreter Beitrag<br>dazu.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Für Fragen zur Mitgliedschaft und zum passenden Engagement steht unsere<br>Geschäftsstelle unter <a href="mailto:info@lag-mobil.de">info@lag-mobil.de</a> zur Verfügung</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die vollständige PDF steht <a href="https://www.lag-mobil.de/wp-content/uploads/2026/10/mitgliedbleiben_mitgliedwerden.pdf" data-type="link" data-id="https://www.lag-mobil.de/wp-content/uploads/2026/10/mitgliedbleiben_mitgliedwerden.pdf">hier zum Download</a> bereit.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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			</item>
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		<title>Einsamkeit bei jungen Menschen</title>
		<link>https://www.lag-mobil.de/einsamkeit-bei-jungen-menschen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katharina Huber]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Oct 2026 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ATLAS]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Lebenswelten]]></category>
		<category><![CDATA[Einsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Förderung]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendsozialarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Mobile Jugendarbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Warum Beziehungen Zeit brauchen und Jugendsozialarbeit unverzichtbar ist Wer an Einsamkeit denkt, hat häufig ältere Menschen vor Augen. Menschen, die allein leben, wenig Besuch bekommen und kaum noch am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Dabei wird eine andere Altersgruppe häufig übersehen: junge Menschen. Die Zeitverwendungserhebung des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2022 [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lag-mobil.de/einsamkeit-bei-jungen-menschen/">Einsamkeit bei jungen Menschen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lag-mobil.de">LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württmberg</a>.</p>
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   ARTIKEL: EINSAMKEIT BEI JUNGEN MENSCHEN
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<p class="wp-block-paragraph"><strong>Warum Beziehungen Zeit brauchen und Jugendsozialarbeit unverzichtbar ist</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer an Einsamkeit denkt, hat häufig ältere Menschen vor Augen. Menschen, die allein leben, wenig Besuch bekommen und kaum noch am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Dabei wird eine andere Altersgruppe häufig übersehen: junge Menschen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zeitverwendungserhebung des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2022 zeigt, dass junge Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren besonders häufig von Einsamkeit betroffen sind. (<a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Einkommen-Konsum-Lebensbedingungen/Zeitverwendung/Ergebnisse/_inhalt.html">Statistisches Bundesamt, 2025</a>) Das könnte zunächst überraschend wirken. Sind junge Menschen nicht in der Schule, in sozialen Medien oder in ihrer Freizeit ständig mit anderen in Kontakt? </p>



<p class="wp-block-paragraph">Doch soziale Kontakte und soziale Verbundenheit sind nicht dasselbe. Man kann von Menschen umgeben sein und sich trotzdem einsam fühlen. Die Jugend ist eine Lebensphase, in der Freundschaften, Gruppen und soziale Beziehungen eine besonders wichtige Rolle spielen. Wenn hier das Zugehörigkeitsgefühl fehlt, ist es besonders gravierend.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Warum gerade junge Menschen besonders verletzlich sind</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Jugend ist geprägt von Übergängen. Freundschaften verändern sich, Schulklassen werden verlassen, Ausbildungen begonnen oder abgebrochen, neue Beziehungen entstehen und andere leben sich auseinander. Gleichzeitig müssen junge Menschen herausfinden, wer sie sind, wo sie dazugehören und welchen Platz sie in der Gesellschaft einnehmen möchten. Gerade diese Entwicklungsaufgaben machen die Jugend zu einer Lebensphase, in der Einsamkeit besonders relevant werden kann. Denn Einsamkeit entsteht nicht allein durch fehlende Kontakte, sondern durch die wahrgenommene Diskrepanz zwischen den sozialen Beziehungen, die man sich wünscht, und denen, die man tatsächlich erlebt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hinzu kommt, dass Einsamkeit selbst zu einem Hindernis für neue Beziehungen werden kann. Wer wiederholt Zurückweisung erlebt oder sich ausgeschlossen fühlt, entwickelt möglicherweise die Erwartung, auch künftig nicht akzeptiert zu werden. Neutrale Reaktionen anderer werden dann schneller als Ablehnung interpretiert. Rückzug erscheint als Schutz vor weiteren Enttäuschungen, verstärkt aber möglicherweise genau das Gefühl, nicht dazuzugehören. In der Einsamkeitsforschung wird in diesem Zusammenhang auch von verzerrten sozialen Kognitionen gesprochen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit wird deutlich: Es reicht nicht immer aus, einsamen Menschen einfach mehr Kontaktmöglichkeiten anzubieten. Manchmal braucht es Unterstützung dabei, Vertrauen in soziale Beziehungen zurückzugewinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Einsamkeit ist auch eine Frage gesellschaftlicher Teilhabe</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Einsamkeit hat aber nicht nur eine persönliche, sondern auch eine gesellschaftliche Dimension. Junge Menschen möchten nicht ausschließlich dazugehören. Sie möchten auch mitgestalten, ernst genommen werden und erleben, dass ihre Meinung etwas verändert. Was aber passiert, wenn junge Menschen immer wieder erfahren, dass ihre Perspektiven in politischen und gesellschaftlichen Entscheidungen kaum berücksichtigt werden?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Untersuchung der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2025 zeigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen Einsamkeit und politischer Selbstwirksamkeit. 60 Prozent der stark einsamen jungen Menschen glauben nicht daran, politische oder gesellschaftliche Veränderungen bewirken zu können. Unter den nicht einsamen Befragten sind es 42 Prozent. (<a href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2025/mai/die-einsamkeit-junger-menschen-ist-eine-gefahr-fuer-die-demokratie">Bertelsmann Stiftung, 2025</a>) Die Ergebnisse belegen keine einfache Ursache-Wirkungs-Beziehung. Sie verdeutlichen aber, wie eng soziale Zugehörigkeit, gesellschaftliche Anerkennung und politische Teilhabe miteinander verbunden sind. Wer sich dauerhaft übersehen fühlt, kann nicht nur das Vertrauen in andere Menschen verlieren, sondern auch das Vertrauen in gesellschaftliche Institutionen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deshalb bedeutet Einsamkeitsprävention auch, Beteiligungsmöglichkeiten zu schaffen. Junge Menschen müssen erfahren können, dass ihre Interessen zählen, dass sie Entscheidungen beeinflussen können und dass sie ein Teil dieser Gesellschaft sind.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was Jugendsozialarbeit gegen Einsamkeit leisten kann</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau hier liegt eine besondere Stärke der Jugendsozialarbeit. Fachkräfte der Mobilen Jugendarbeit, der Schulsozialarbeit und anderer Bereiche der Jugend(sozial)arbeit schaffen Räume, in denen junge Menschen Beziehungen aufbauen, soziale Erfahrungen sammeln und Selbstwirksamkeit erleben können. Für die Mobile Jugendarbeit ist dieses Ziel auch in den fachlichen Standards festgehalten. (<a href="https://www.lag-mobil.de/wp-content/uploads/2023/10/Fachliche-Standards-Mobile-Jugendarbeit-BW_MV2023.pdf">LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg, 2023</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dabei geht es nicht unbedingt um große Projekte oder spezielle pädagogische Programme. Manchmal beginnt es mit einer Fachkraft, die regelmäßig ansprechbar ist. Die sich für einen jungen Menschen interessiert, ohne sofort eine Veränderung zu erwarten. Die zuhört, auch wenn Gespräche zunächst oberflächlich bleiben. Die nachfragt und auch dann noch da ist, wenn etwas nicht funktioniert. Solche Beziehungen können die Grundlage dafür schaffen, dass junge Menschen neue soziale Erfahrungen machen. Denn wer gelernt hat, Ablehnung zu erwarten, braucht Erfahrungen, die dieser Erwartung widersprechen. Dafür benötigen Fachkräfte Zeit, Kontinuität und die Möglichkeit, tragfähige Beziehungen aufzubauen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Darauf aufbauend kann Jugendsozialarbeit soziale und emotionale Kompetenzen stärken: Gefühle wahrnehmen und ausdrücken, Konflikte bewältigen, auf andere zugehen, unterschiedliche Perspektiven verstehen oder mit Zurückweisung umgehen. Entscheidend ist dabei auch die Art der Rückmeldung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Statt Jugendliche durch Zuschreibungen wie „Du bist eben schüchtern“ auf bestimmte Eigenschaften festzulegen, kann es hilfreicher sein, konkrete Entwicklungen sichtbar zu machen: „Du hast heute jemanden angesprochen, obwohl dir das schwergefallen ist.“ Prozessbezogenes Feedback kann Entwicklungen sichtbar machen. Personenzuschreibungen können dagegen bestehende Selbstbilder verfestigen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jugendsozialarbeit kann damit nicht nur soziale Kontakte ermöglichen, sondern junge Menschen dabei begleiten, ihre Beziehungen zunehmend selbstbestimmt zu gestalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Sonderangebote für einsame Jugendliche?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Einsamkeit als gesellschaftliches Problem erkannt wird, entsteht schnell die Frage nach speziellen Angeboten für betroffene junge Menschen. Doch genau hier lohnt sich ein differenzierter Blick. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Einsame Jugendliche sind zunächst Jugendliche. Sie interessieren sich für Musik, Sport, Gaming, Freundschaften, Mode oder andere Dinge, genauso wie Gleichaltrige, die sich nicht einsam fühlen. Ein besonderes Angebot ausschließlich für „einsame Jugendliche“ kann deshalb auch problematisch sein. Denn Einsamkeit kann mit Scham verbunden sein. Wer möchte schon vor anderen zugeben müssen, dass er oder sie keine ausreichenden sozialen Beziehungen hat?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Fachkräfte müssen dafür sensibilisiert werden, mögliche Anzeichen wahrzunehmen. Sozialer Rückzug, Unsicherheit in Beziehungen oder wiederkehrende Konflikte können Hinweise sein. Sie sind aber keine eindeutigen Belege für Einsamkeit. Es braucht eine professionelle Haltung, die nicht vorschnell bewertet, sondern nachfragt und es braucht Angebote, die an den Interessen junger Menschen ansetzen, ohne sie über ihre Schwierigkeiten zu definieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Erreichbarkeit ist eine gemeinsame Aufgabe</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine weitere Herausforderung besteht darin, diejenigen jungen Menschen zu erreichen, die besonders unter Einsamkeit leiden. Denn Menschen, denen soziale Kontakte schwerfallen, suchen nicht zwangsläufig von sich aus nach Unterstützung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wichtiger Ansatzpunkt sind Schulen. Sie gehören zu den wenigen Orten, an denen ein großer Teil junger Menschen unabhängig von ihren Interessen, ihrem familiären Hintergrund oder ihrer sozialen Einbindung erreichbar ist. Das bedeutet nicht, dass Einsamkeitsprävention allein Aufgabe der Schule werden sollte. Vielmehr braucht es eine engere Zusammenarbeit zwischen Schulsozialarbeit, Mobiler Jugendarbeit, Offener Kinder- und Jugendarbeit, Vereinen, Beratungsstellen und weiteren Akteur:innen im Sozialraum. Schule kann ein Zugang sein. Mobile Jugendarbeit kann Beziehungen im Sozialraum stärken. Vereine und offene Angebote können neue Begegnungsmöglichkeiten eröffnen. Entscheidend ist, diese unterschiedlichen Zugänge miteinander zu verbinden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Einsamkeit lässt sich nicht von einer einzelnen Einrichtung oder Profession lösen. Es braucht gemeinsame Konzepte, abgestimmte Zugangswege und verlässliche Kooperationen. Dabei muss auch das gesellschaftliche Stigma von Einsamkeit abgebaut werden. Einsamkeit ist kein persönliches Versagen, sondern eine menschliche Erfahrung, die grundsätzlich jeden Menschen treffen kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Beziehungen brauchen Zeit – Kürzungen gefährden genau diese Grundlage</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Anhaltende Einsamkeit ist nicht nur unangenehm. Sie steht in einem wechselseitigen Zusammenhang mit psychischen und körperlichen Erkrankungen. Einsamkeit kann krank machen, während gesundheitliche Belastungen wiederum Einsamkeit verstärken können. (<a href="https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/240424/9ecd4971c03a49960f102d161c4bab7b/20240530-factsheet-strategie-gegen-einsamkeit-data.pdf">Kompetenznetz Einsamkeit, 2024</a>) Die gesellschaftliche Bedeutung von Prävention ist damit offensichtlich. Gleichzeitig erleben wir jedoch, dass ausgerechnet jene Strukturen zunehmend unter Druck geraten, die soziale Beziehungen und gesellschaftliche Teilhabe fördern können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere Erhebung aus dem Jahr 2026 zeigt, dass zahlreiche Einrichtungen von Kürzungen, steigenden Anforderungen und anhaltender Planungsunsicherheit betroffen sind. Die Einschränkungen betreffen unter anderem die Präsenz im Sozialraum und die Möglichkeiten frühzeitiger Unterstützung. (<a href="https://www.lag-mobil.de/kuerzungen-in-der-mobilen-jugendarbeit-streetwork/">LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg, 2026</a>)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hier entsteht ein grundlegender Widerspruch.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir wissen, dass junge Menschen stabile Beziehungen benötigen. Wir wissen, dass Vertrauen nicht auf Knopfdruck entsteht. Und wir wissen, dass gerade belastete junge Menschen häufig besonders viel Zeit brauchen, bevor sie Unterstützung annehmen können. Gleichzeitig erwarten wir von der Jugendsozialarbeit, mit immer weniger Ressourcen auf immer komplexere Problemlagen zu reagieren. Wie soll Beziehungsarbeit gelingen, wenn die Bedingungen, unter denen Beziehungen entstehen können, immer unsicherer werden?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Eine Fachkraft, die aufgrund knapper Ressourcen ständig zwischen akuten Krisen wechseln muss, hat weniger Möglichkeiten, langfristige Beziehungen zu gestalten. Ein Angebot, dessen Fortbestand regelmäßig infrage steht, kann jungen Menschen nur eingeschränkt jene Verlässlichkeit vermitteln, die sie benötigen. Und wenn Einrichtungen schließen oder Personalstellen wegfallen, verschwinden nicht nur Angebote. Es gehen auch gewachsene Beziehungen, Vertrauen und wichtige Zugänge verloren.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Jugendsozialarbeit wirkt – wenn wir sie wirken lassen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Einsamkeit junger Menschen lässt sich nicht durch einzelne Projekte oder kurzfristige Maßnahmen beseitigen. Was wir brauchen, sind stabile soziale Strukturen, niedrigschwellige Begegnungsmöglichkeiten und Fachkräfte, die junge Menschen langfristig begleiten können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mobile Jugendarbeit und andere Bereiche der Jugendsozialarbeit schaffen dafür wichtige Voraussetzungen. Sie ermöglichen Zugehörigkeit, unterstützen bei der Gestaltung sozialer Beziehungen, fördern Selbstwirksamkeit und eröffnen Wege zu gesellschaftlicher Teilhabe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Arbeit ist häufig unspektakulär. Ihre Bedeutung zeigt sich nicht immer in kurzfristig messbaren Ergebnissen, sondern in Entwicklungen, die Zeit brauchen. In einem jungen Menschen, der sich wieder traut, auf andere zuzugehen. In einer Gruppe, die lernt, Konflikte gemeinsam auszutragen. Oder in der Erfahrung, mit den eigenen Bedürfnissen und Interessen ernst genommen zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wer Einsamkeit bei jungen Menschen wirksam begegnen möchte, darf deshalb nicht nur zusätzliche Maßnahmen fordern. Er muss auch die bestehenden Strukturen stärken, die Beziehungen überhaupt erst ermöglichen. Dafür braucht es politische Anerkennung, verlässliche Finanzierung und langfristige Perspektiven für die Fachkräfte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn gegen Einsamkeit helfen nicht allein mehr Kontakte. Es helfen Beziehungen, Zugehörigkeit und das Gefühl, einen Platz in der Gesellschaft zu haben.<strong><br></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Quellen- und Literaturverzeichnis</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Bertelsmann Stiftung (2025). <a href="https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2025/mai/die-einsamkeit-junger-menschen-ist-eine-gefahr-fuer-die-demokratie">Die Einsamkeit junger Menschen ist eine Gefahr für die Demokratie</a> (26. Mai 2025).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Kompetenznetz Einsamkeit (2024). <a href="https://www.bmbfsfj.bund.de/resource/blob/240424/9ecd4971c03a49960f102d161c4bab7b/20240530-factsheet-strategie-gegen-einsamkeit-data.pdf">Factsheet – Einsamkeit in Deutschland</a> (auf Grundlage des Einsamkeitsbarometers 2024).</p>



<p class="wp-block-paragraph">LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg (2026). <a href="https://www.lag-mobil.de/kuerzungen-in-der-mobilen-jugendarbeit-streetwork/">Kürzungen in der Mobilen Jugendarbeit/Streetwork</a> (30. April 2026).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Statistisches Bundesamt (2025). <a href="https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Einkommen-Konsum-Lebensbedingungen/Zeitverwendung/Ergebnisse/_inhalt.html">Wo bleibt die Zeit? Ergebnisse zur Zeitverwendung in Deutschland 2022</a>, Abschnitt „Einsamkeit“ (Aktualisierung vom 6. Juni 2025).</p>



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  <h2 style="margin-top:0; margin-bottom:18px;">
    ATLAS
  </h2>

  <p>
    Das Projekt <strong>ATLAS</strong> beobachtet und analysiert digitale Lebenswelten Jugendlicher und bereitet diese Erkenntnisse für die Fachpraxis auf. Ziel ist es, die Dynamiken dieser digitalen Räume besser zu verstehen und daraus Wege abzuleiten, wie reale <strong>Teilhabe</strong>, <strong>Beziehungen</strong> und <strong>Unterstützungsangebote</strong> für junge Menschen gestärkt werden können.
  </p>

  <p style="margin-bottom:0;">
    Das Projekt wird umgesetzt von der <strong>LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg e. V.</strong> und wird finanziert durch das <strong>Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit </strong> aus Landesmitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat.
  </p>

</div>



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   ARTIKEL: EINSAMKEIT BEI JUNGEN MENSCHEN
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<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lag-mobil.de/einsamkeit-bei-jungen-menschen/">Einsamkeit bei jungen Menschen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lag-mobil.de">LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württmberg</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zwischen Unsicherheit und Selbstwirksamkeit. Perspektiven für die Jugendsozialarbeit.</title>
		<link>https://www.lag-mobil.de/zwischen-unsicherheit-und-selbstwirksamkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katharina Huber]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Oct 2026 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ATLAS]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Lebenswelten]]></category>
		<category><![CDATA[Mobile Jugendarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwirksamkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Haus, ein fester Arbeitsplatz, Ehe und nachbarschaftliche Beziehungen: Vieles, was lange mit der Vorstellung von Stabilität verbunden war, wird heute als weniger vorhersehbar oder planbar erlebt. Diese Sicherheiten waren nie für alle gleichermaßen erreichbar – und auch dort, wo sie bestanden, waren sie nie vollkommen sicher. Beziehungen konnten scheitern, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Ein Haus, ein fester Arbeitsplatz, Ehe und nachbarschaftliche Beziehungen: Vieles, was lange mit der Vorstellung von Stabilität verbunden war, wird heute als weniger vorhersehbar oder planbar erlebt. Diese Sicherheiten waren nie für alle gleichermaßen erreichbar – und auch dort, wo sie bestanden, waren sie nie vollkommen sicher. Beziehungen konnten scheitern, Arbeitsplätze verloren gehen und Lebensentwürfe sich verändern. Trotzdem gab es eine verbreitete Vorstellung davon, dass bestimmte Entscheidungen und Lebenswege langfristige Stabilität schaffen können: Wer investiert, baut etwas auf. Wer sich bindet, schafft Verbindlichkeit. Wer Entscheidungen für die Zukunft trifft, kann mit einem gewissen Maß an Beständigkeit rechnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele junge Menschen erleben diese scheinbaren Gewissheiten heute weniger selbstverständlich. Wohnraum ist vielerorts schwer bezahlbar. Erwerbsbiografien verlaufen nicht immer geradlinig. Beziehungen und Lebensentwürfe verändern sich. Gleichzeitig gehören globale Krisen, gesellschaftliche Konflikte und schnelle technologische Veränderungen zum Alltag.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Damit sind die Bedingungen des Aufwachsens heute nicht ohne Weiteres mit denen früherer Generationen vergleichbar. Und auch die Strategien, die junge Menschen entwickeln, um Verlässlichkeit herzustellen, sind andere.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Die Suche nach Sicherheit</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir Fitness, digitale Communities, finanzielle Selbstoptimierung oder scheinbar belanglose Konsumtrends vor diesem Hintergrund aus einer anderen Perspektive betrachten, ist vielleicht vieles gar nicht so belanglos. Möglicherweise verbirgt sich dahinter ein gemeinsames Bedürfnis vieler junger Menschen: die Suche nach Sicherheit. Der Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit kann beispielsweise mehr bedeuten als das Streben nach Wohlstand. Er kann Ausdruck des Bedürfnisses sein, möglichst wenig von unsicheren äußeren Umständen abhängig zu sein.</p>



<details class="wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow"><summary><strong><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-primary-color">Exkurs: Wenn gesellschaftliche Risiken zur persönlichen Aufgabe werden</mark></strong></summary>
<p class="has-lightgrey-background-color has-background wp-block-paragraph">Soziologen wie Ulrich Beck und Pierre Bourdieu haben auf unterschiedliche Weise beschrieben, wie stark individuelle Lebenswege von gesellschaftlichen Strukturen geprägt sind. Ulrich Beck machte die <strong>Individualisierung</strong> zu einem zentralen Begriff seiner Gesellschaftsanalyse: Traditionelle Sicherheiten und vorgegebene Lebenswege verlieren an Verbindlichkeit, während Einzelne ihre Biografie zunehmend selbst gestalten und Entscheidungen treffen müssen (vgl. Beck 1986, S. 206, 216–217). Pierre Bourdieu zeigte zugleich, dass die dafür verfügbaren Ressourcen sehr ungleich verteilt sind. Ökonomisches, kulturelles und soziales Kapital – etwa finanzielle Mittel, Bildung und soziale Netzwerke – beeinflussen die tatsächlichen Handlungsmöglichkeiten eines Menschen und werden wesentlich durch seine soziale Herkunft mitgeprägt (vgl. Bourdieu 1983, S. 185–191). Didier Eribon knüpft daran insbesondere mit Blick auf <strong>soziale Herkunft und Klassenzugehörigkeit</strong> an. Seine Arbeiten verdeutlichen, wie stark die Sozialisation im Herkunftsmilieu auch dann weiterwirkt, wenn Menschen sozial aufsteigen oder sich von diesem Milieu entfernen (vgl. Eribon 2016, S. 12).<br><br>Beck, Ulrich (1986): <em>Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne.</em> Frankfurt am Main: Suhrkamp.<br>Bourdieu, Pierre (1983): „Ökonomisches Kapital, kulturelles Kapital, soziales Kapital“. In: Reinhard Kreckel (Hrsg.): <em>Soziale Ungleichheiten</em>. Soziale Welt, Sonderband 2. Göttingen: Otto Schwartz, S. 183–198.<br>Eribon, Didier (2016): <em>Rückkehr nach Reims.</em> Aus dem Französischen von Tobias Haberkorn. Berlin: Suhrkamp.</p>
</details>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Beziehungen werden teilweise stärker unter dem Gesichtspunkt persönlicher Absicherung betrachtet. Finanzielle Eigenständigkeit, klare Absprachen oder Eheverträge müssen dann nicht zwangsläufig als Ausdruck mangelnden Vertrauens verstanden werden, sondern können auch als Versuch gesehen werden, Sicherheit in einer potenziell veränderlichen Zukunft herzustellen. Gleichzeitig gewinnen digitale Gemeinschaften an Bedeutung. Menschen finden über gemeinsame Interessen, Erfahrungen, Humor oder Lebenssituationen zueinander – unabhängig davon, ob sie am selben Ort leben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch Begegnungen selbst werden stärker organisiert und kuratiert: über Messenger, Plattformen, Dating-Apps, organisierte Freizeitangebote oder digitale Communities. Gemeinschaft verschwindet dadurch nicht unbedingt. Aber sie verändert ihre Form – und wird häufiger bewusst gesucht, geplant und gestaltet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ähnliches lässt sich auch in einem anderen Bereich beobachten: Dort, wo soziale Beziehungen und Lebensumstände weniger selbstverständlich oder vorhersehbar erscheinen, können vertraute Dinge und wiederkehrende Routinen eine besondere Bedeutung bekommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Wenn Dinge und Routinen Halt geben</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Vor diesem Hintergrund werden auch Trends interessant, die auf den ersten Blick oberflächlich oder rätselhaft wirken können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sammelfiguren, bestimmte Marken, Kuscheltiere für Erwachsene oder andere persönliche Gegenstände, die als emotionale Anker dienen können, werden schnell als bloße Konsumphänomene belächelt. Doch Dinge können auch emotionale Funktionen übernehmen. Sie können Erinnerungen tragen, Zugehörigkeit ausdrücken, Routinen schaffen oder Trost vermitteln. Das bedeutet nicht, dass jeder Konsum psychologisch aufgeladen werden muss. Aber es lohnt sich, danach zu fragen, warum gerade Dinge attraktiv werden, die Vertrautheit, Wiedererkennbarkeit und das Gefühl von Beständigkeit versprechen. Vielleicht geht es manchmal weniger um das Produkt selbst als um das Gefühl dahinter: etwas zu besitzen, das bleibt, vertraut ist und sich kontrollieren lässt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch der Boom von Fitnessstudios lässt sich aus dieser Perspektive betrachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Training gehört für viele junge Menschen längst selbstverständlich zum Alltag. Häufig wird darüber vor allem im Zusammenhang mit Schönheitsidealen, Körperbildern oder Selbstoptimierung gesprochen. Diese Aspekte spielen zweifellos eine Rolle. Gleichzeitig bietet Training etwas, das in anderen Lebensbereichen nicht immer selbstverständlich ist: eine relativ unmittelbare Erfahrung von Ursache und Wirkung. Wer regelmäßig trainiert, bemerkt Fortschritte. Gewichte können gesteigert werden, Bewegungen fallen leichter, die Ausdauer verbessert sich. Wer Zeit und Energie investiert, kann Veränderungen beobachten. In einer Welt, in der viele langfristige Ziele unsicher erscheinen, kann diese Erfahrung besonders attraktiv sein. Der eigene Körper wird zu einem Bereich, auf den unmittelbarer Einfluss genommen werden kann. Training schafft Routinen, Struktur und messbare Entwicklung. Damit kann das Fitnessstudio auch ein Ort der Selbstwirksamkeit sein: Ich tue etwas – und ich kann erleben, dass mein Handeln einen Unterschied macht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aus dieser Perspektive erscheinen manche aktuellen Jugendphänomene weniger als Ausdruck von Oberflächlichkeit, Narzissmus oder mangelnder Belastbarkeit. Solche Motive können durchaus eine Rolle spielen – sie erklären die Phänomene aber nicht vollständig. Vielleicht erleben wir vielmehr unterschiedliche Versuche junger Menschen, unter Bedingungen von Unsicherheit trotzdem Nähe, Orientierung, Geborgenheit und Selbstwirksamkeit herzustellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Was bedeutet das für die Jugendsozialarbeit?</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Für die Jugendsozialarbeit lässt sich daraus zunächst eine grundlegende Haltung ableiten:<br></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><mark style="background-color:rgba(0, 0, 0, 0)" class="has-inline-color has-primary-color"><strong>Im Mittelpunkt sollten die Probleme stehen, die Jugendliche haben, und nicht in erster Linie die Probleme, die sie machen</strong>.</mark></p>
<cite>Franz Josef Krafeld</cite></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Perspektive bedeutet nicht, problematisches Verhalten auszublenden oder jede Entwicklung unkritisch zu betrachten. Natürlich ist es wichtig, mögliche problematische Entwicklungen zu erkennen: Finanzielle Selbstoptimierung kann Druck erzeugen, Körperbilder können belastend werden, digitale Gemeinschaften können ausgrenzen oder problematische Dynamiken entwickeln und Konsum kann zum Ersatz für andere Formen der Bedürfnisbefriedigung werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber ebenso wichtig ist es, die dahinterliegenden Bedürfnisse in den Blick zu nehmen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Hinter dem Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit kann ein Bedürfnis nach Stabilität stehen.</li>



<li>Hinter digitalen Gemeinschaften kann die Suche nach Zugehörigkeit liegen.</li>



<li>Hinter intensivem Training kann das Bedürfnis nach Selbstwirksamkeit stehen.</li>



<li>Hinter Konsumtrends können Trost, Identifikation, Orientierung oder emotionale Sicherheit eine Rolle spielen.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Hinter sehr unterschiedlichen Verhaltensweisen könnten damit ähnliche Fragen stehen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wo gehöre ich hin?</li>



<li>Worauf kann ich mich verlassen?</li>



<li>Was kann ich selbst beeinflussen?</li>



<li>Wo finde ich Halt, wenn vieles um mich herum unsicher erscheint?</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Jugendsozialarbeit kann genau an diesen Fragen ansetzen und versuchen zu verstehen, welche Bedürfnisse diese Strategien erfüllen. Wenn wir das Bedürfnis hinter einem Verhalten erkennen, können wir junge Menschen dabei unterstützen, tragfähige Formen von Sicherheit zu entwickeln – durch Beziehungen, Gemeinschaft, Selbstwirksamkeit und die Erfahrung, mit den eigenen Fragen und Bedürfnissen ernst genommen zu werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn vielleicht ist die größere Geschichte hinter Fitnessstudios, Social Media, Dating, Finanztrends oder der nächsten Sammelfigur gar nicht der jeweilige Trend. Vielleicht ist es die Geschichte einer Generation, die versucht, in einer schwer vorhersehbaren Welt Orte zu finden, an denen sie sich sicher, verbunden und handlungsfähig fühlt. </p>



<div style="background-color:#ffffff; border:1px solid #d2d2d2; border-left:7px solid #da3c15; padding:32px 36px; margin:30px 0;">

  <h2 style="margin-top:0; margin-bottom:18px;">
    ATLAS
  </h2>

  <p>
    Das Projekt <strong>ATLAS</strong> beobachtet und analysiert digitale Lebenswelten Jugendlicher und bereitet diese Erkenntnisse für die Fachpraxis auf. Ziel ist es, die Dynamiken dieser digitalen Räume besser zu verstehen und daraus Wege abzuleiten, wie reale <strong>Teilhabe</strong>, <strong>Beziehungen</strong> und <strong>Unterstützungsangebote</strong> für junge Menschen gestärkt werden können.
  </p>

  <p style="margin-bottom:0;">
    Das Projekt wird umgesetzt von der <strong>LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg e. V.</strong> und wird finanziert durch das <strong>Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit </strong> aus Landesmitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat.
  </p>

</div>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lag-mobil.de/zwischen-unsicherheit-und-selbstwirksamkeit/">Zwischen Unsicherheit und Selbstwirksamkeit. Perspektiven für die Jugendsozialarbeit.</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lag-mobil.de">LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württmberg</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Digitale Lebenswelten verstehen: ATLAS macht Entwicklungen für die Praxis greifbar</title>
		<link>https://www.lag-mobil.de/digitale-lebenswelten-verstehen-atlas-macht-entwicklungen-fuer-die-praxis-greifbar/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tamara Wagner]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Sep 2026 05:52:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[ATLAS]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Lebenswelten]]></category>
		<category><![CDATA[Mobile Jugendarbeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>TikTok, algorithmisch zusammengestellte Feeds, digitale Beziehungen oder Künstliche Intelligenz: Digitale Räume sind selbstverständlicher Bestandteil der Lebenswelten junger Menschen. Für die Jugendsozialarbeit stellt sich deshalb zunehmend die Frage, wie diese Entwicklungen wahrgenommen, eingeordnet und in der pädagogischen Praxis aufgegriffen werden können. Genau hier setzt ATLAS an. Ein Schwerpunkt des Projekts liegt [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lag-mobil.de/digitale-lebenswelten-verstehen-atlas-macht-entwicklungen-fuer-die-praxis-greifbar/">Digitale Lebenswelten verstehen: ATLAS macht Entwicklungen für die Praxis greifbar</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lag-mobil.de">LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württmberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">TikTok, algorithmisch zusammengestellte Feeds, digitale Beziehungen oder Künstliche Intelligenz: Digitale Räume sind selbstverständlicher Bestandteil der Lebenswelten junger Menschen. Für die Jugendsozialarbeit stellt sich deshalb zunehmend die Frage, wie diese Entwicklungen wahrgenommen, eingeordnet und in der pädagogischen Praxis aufgegriffen werden können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau hier setzt ATLAS an. Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf der ethnografischen Beobachtung digitaler Räume. Mit mehreren projektbezogenen TikTok-Profilen untersucht das Team, welche Inhalte in Feeds sichtbar werden, wie sie sich algorithmisch verdichten und welche Narrative, Rollenbilder und gesellschaftlichen Deutungen dabei hervortreten. Die Beobachtungen werden anschließend fachlich eingeordnet und für die Praxis aufbereitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit verschiedenen Formaten macht ATLAS diese Erkenntnisse für Fachkräfte zugänglich. Die wöchentlichen „ATLAS Notes“ geben kompakte Einblicke in aktuelle Beobachtungen aus digitalen Räumen. Im „ATLAS Update“ können konkrete Trends und Fragestellungen gemeinsam diskutiert werden. Bei „ATLAS Connect“ ergänzen externe Expert:innen diese Perspektiven mit Fachimpulsen zu aktuellen digitalen Themen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit dem geplanten „ATLAS Toolkit“ wird das Angebot weiter ausgebaut. Vorgesehen sind unter anderem Handreichungen, Checklisten, Videos und E-Learning-Bausteine zu Medienkompetenz, Fake News und problematischen Inhalten, Meldestellen und Onlineberatungen sowie zur Kontakt-, Beratungs- und Beziehungsgestaltung in digitalen Räumen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die bisherige Arbeit macht deutlich: Digitale und analoge Lebenswelten lassen sich in der Jugendsozialarbeit nicht getrennt betrachten. Beziehungen, Teilhabe, Orientierung und Risiken sind heute wesentlich durch digitale Medien und Kommunikationsformen mitgeprägt. ATLAS unterstützt Fachkräfte dabei, diese Entwicklungen fachlich einzuordnen und sozialpädagogische Praxis zunehmend auch digital und hybrid zu denken.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Weitere Veranstaltungen und Fortbildung</title>
		<link>https://www.lag-mobil.de/automatischer-entwurf/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christiane Hillig]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2026 18:59:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Weitere Veranstaltungen und Fortbildungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Informationen und Programme, die für Mobile Jugendarbeit/Streetwork relevant sind, findet ihr unter anderem auf diesen Seiten mit vielen spannenden Fortbildungsangeboten. KVJS&#160;Aktion JugendschutzServicestelle Kinder- und JugendbeteiligungAkademie der JugendarbeitLAG Mädchen*politikLAG Jungen*- und Männer*arbeitjugend@bw</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lag-mobil.de/automatischer-entwurf/">Weitere Veranstaltungen und Fortbildung</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lag-mobil.de">LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württmberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Informationen und Programme, die für Mobile Jugendarbeit/Streetwork relevant sind, findet ihr unter anderem auf diesen Seiten mit vielen spannenden Fortbildungsangeboten.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.lag-mobil.de/wp-admin/admin-ajax.php?action=tnptr&amp;nltr=Mzg7ODI7aHR0cHM6Ly93d3cua3Zqcy5kZS9mb3J0YmlsZHVuZy1mYWNoc2NodWxlbi9mb3J0YmlsZHVuZy9qdWdlbmRoaWxmZTs7NDllZDZlODNiMjgyYTg3ZWNiYzg1MTE0ZGRlOTJkOGQ%3D">KVJS</a>&nbsp;<br><a href="https://www.lag-mobil.de/wp-admin/admin-ajax.php?action=tnptr&amp;nltr=Mzg7ODI7aHR0cHM6Ly93d3cuYWpzLWJ3LmRlL3ZlcmFuc3RhbHR1bmdlbi5odG1sOzs3OTQ5ZDRkOGQ2ZTI4YWUxOGI1YmRhODcxNjA1NzMxZg%3D%3D">Aktion Jugendschutz</a><br><a href="https://www.lag-mobil.de/wp-admin/admin-ajax.php?action=tnptr&amp;nltr=Mzg7ODI7aHR0cHM6Ly9raW5kZXItanVnZW5kYmV0ZWlsaWd1bmctYncuZGUvOzszNDI0Yzc0OGMxMTVkYjMzYTZjNmE1ZTU4MTcwZWVmZA%3D%3D">Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung</a><br><a href="https://www.jugendakademie-bw.de/veranstaltungen/veranstaltungsuebersicht/eventlist.html">Akademie der Jugendarbeit</a><br><a href="https://www.lag-mobil.de/wp-admin/admin-ajax.php?action=tnptr&amp;nltr=Mzg7ODI7aHR0cHM6Ly93d3cubGFnLW1hZWRjaGVucG9saXRpay1idy5kZS9sYWcvbGFnLW1hZWRjaGVucG9saXRpay9UZXJtaW5lLzs7MjJlMDI5MTQ5MThkNWZkODk3YmY5NDBlODQ0MWFlNTg%3D">LAG Mädchen*politik</a><br><a href="https://www.lag-mobil.de/wp-admin/admin-ajax.php?action=tnptr&amp;nltr=Mzg7ODI7aHR0cHM6Ly93d3cubGFnLWp1bmdlbmFyYmVpdC5kZS93ZWl0ZXJiaWxkdW5nZW4vOztiZTI1NmU0NjdlMWRlMjQ0YWY5NTQ1Mzc4MGQ4NGE2Zg%3D%3D">LAG Jungen*- und Männer*arbeit</a><br><a href="https://www.lag-mobil.de/wp-admin/admin-ajax.php?action=tnptr&amp;nltr=Mzg7ODI7aHR0cHM6Ly93d3cuanVnZW5kLWJ3LWRpZ2l0YWwuZGUvOztlMWU5NWM4NDlhYzkxYjBmYzNlMGY0OWE2MGExZjlhYQ%3D%3D">jugend@bw</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>CLIX: Psychische Gesundheit und Radikalisierungsprävention zusammendenken</title>
		<link>https://www.lag-mobil.de/clix-psychische-gesundheit-und-radikalisierungspraevention-zusammendenken/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tamara Wagner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2026 12:50:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[FEX]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lag-mobil.de/?p=4186</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie können Fachkräfte psychische Belastungen wahrnehmen, Radikalisierungsprozesse differenziert einordnen und auch in herausfordernden Situationen handlungssicher bleiben? Mit dieser Schnittstelle beschäftigt sich das Projekt CLIX und entwickelt seine Fortbildungsangebote gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Ulm kontinuierlich weiter. Im Mittelpunkt steht die Verbindung von Radikalisierungsprävention und psychischer Gesundheit im Arbeitsfeld mit geflüchteten Menschen. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lag-mobil.de/clix-psychische-gesundheit-und-radikalisierungspraevention-zusammendenken/">CLIX: Psychische Gesundheit und Radikalisierungsprävention zusammendenken</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lag-mobil.de">LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württmberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wie können Fachkräfte psychische Belastungen wahrnehmen, Radikalisierungsprozesse differenziert einordnen und auch in herausfordernden Situationen handlungssicher bleiben? Mit dieser Schnittstelle beschäftigt sich das Projekt CLIX und entwickelt seine Fortbildungsangebote gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Ulm kontinuierlich weiter.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Mittelpunkt steht die Verbindung von Radikalisierungsprävention und psychischer Gesundheit im Arbeitsfeld mit geflüchteten Menschen. Psychische Krisen, soziale Isolation, Perspektivlosigkeit oder starke Überforderung können Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen belasten. Für Fachkräfte ist es deshalb wichtig, verschiedene Faktoren differenziert wahrzunehmen, Zusammenhänge nicht vorschnell herzustellen und geeignete Unterstützungsmöglichkeiten zu kennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie praxisnah diese Auseinandersetzung gestaltet werden kann, zeigen neue Fortbildungsmodule von CLIX. In Friedrichshafen beschäftigten sich Teilnehmende beispielsweise mit Suizidprävention. Neben fachlichem Wissen stand dabei die konkrete Gesprächsführung im Mittelpunkt: In Rollenspielen konnten Gespräche mit suizidgefährdeten Personen erprobt und anschließend gemeinsam reflektiert werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiteres Modul widmete sich den Themen Fremdgefährdung und Gewalt. Dabei ging es unter anderem darum, Gewalt- und Eskalationsrisiken frühzeitig wahrzunehmen und Handlungsmöglichkeiten für angespannte Situationen kennenzulernen. Weitere Module zu Trauma und Traumafolgestörungen sowie psychotischen Störungen und Wahn erweitern das Angebot.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Parallel stärkt CLIX mit seinem neu gegründeten Projektbeirat die fachliche Vernetzung. Unterschiedliche Akteur bringen dort ihre Perspektiven ein und begleiten die weitere Entwicklung des Projekts. So verbindet CLIX praktische Qualifizierung mit fachlichem Austausch – mit dem Ziel, Fachkräfte für komplexe Situationen zu sensibilisieren und ihre Handlungssicherheit zu stärken.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lag-mobil.de/clix-psychische-gesundheit-und-radikalisierungspraevention-zusammendenken/">CLIX: Psychische Gesundheit und Radikalisierungsprävention zusammendenken</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lag-mobil.de">LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württmberg</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>FEX: Auch bei 30 Grad: Gute Bedingungen für gute Bildungsarbeit</title>
		<link>https://www.lag-mobil.de/fex-auch-bei-30-grad-gute-bedingungen-fuer-gute-bildungsarbeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tamara Wagner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2026 12:47:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[FEX]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lag-mobil.de/?p=4188</guid>

					<description><![CDATA[<p>Der Sommer 2026 hat nicht nur mit vielen Anfragen, Workshops und Beratungsterminen für einen intensiven Arbeitsalltag bei FEX im Demokratiezentrum gesorgt. Auch die hohen Temperaturen wurden für das Team zu einer ganz praktischen Herausforderung. Gerade bei Workshops zeigte sich, wie unterschiedlich die Bedingungen vor Ort sein können. Während manche Veranstaltungen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lag-mobil.de/fex-auch-bei-30-grad-gute-bedingungen-fuer-gute-bildungsarbeit/">FEX: Auch bei 30 Grad: Gute Bedingungen für gute Bildungsarbeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lag-mobil.de">LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württmberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Der Sommer 2026 hat nicht nur mit vielen Anfragen, Workshops und Beratungsterminen für einen intensiven Arbeitsalltag bei FEX im Demokratiezentrum gesorgt. Auch die hohen Temperaturen wurden für das Team zu einer ganz praktischen Herausforderung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade bei Workshops zeigte sich, wie unterschiedlich die Bedingungen vor Ort sein können. Während manche Veranstaltungen in modernen, klimatisierten Räumen stattfinden konnten, erschwerte die Hitze andernorts konzentriertes Arbeiten deutlich. Damit rückte eine Frage in den Mittelpunkt, die angesichts zunehmender Hitzeperioden auch für die Bildungsarbeit an Bedeutung gewinnt: Wie lassen sich Veranstaltungen so gestalten, dass auch unter schwierigen äußeren Bedingungen gutes und sicheres Arbeiten möglich bleibt?</p>



<p class="wp-block-paragraph">FEX nahm die Erfahrungen des Sommers zum Anlass, ein eigenes Hitzeschutzkonzept zu entwickeln. Konkrete Regeln und gemeinsame Standards sollen dabei helfen, Mitarbeitende zu schützen und zugleich verlässliche Rahmenbedingungen für Workshops, Beratungen und weitere Termine zu schaffen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit den Erfahrungen aus diesem Sommer ist FEX für zukünftige Hitzeperioden besser vorbereitet. Gleichzeitig bleibt das Team mit seinen Beratungs- und Bildungsangeboten in Baden-Württemberg aktiv – denn die fachlichen Themen und Anfragen machen auch bei hohen Temperaturen keine Pause.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lag-mobil.de/fex-auch-bei-30-grad-gute-bedingungen-fuer-gute-bildungsarbeit/">FEX: Auch bei 30 Grad: Gute Bedingungen für gute Bildungsarbeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lag-mobil.de">LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württmberg</a>.</p>
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		<title>Demokratiebildung zugänglich gestalten: CLIX zu Gast in einer VABO-Klasse</title>
		<link>https://www.lag-mobil.de/demokratiebildung-zugaenglich-gestalten-clix-zu-gast-in-einer-vabo-klasse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tamara Wagner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2026 11:57:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[FEX]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie können Jugendliche über Diskriminierung, Zivilcourage oder Hass im Netz ins Gespräch kommen, wenn komplexe deutsche Sprache selbst eine Hürde darstellt? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Projekt CLIX bei einem Workshop an der Carl-Benz-Schule in Karlsruhe. Im Juli gestalteten Nesrin und Simon von CLIX erstmals einen Workshop mit einer [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Wie können Jugendliche über Diskriminierung, Zivilcourage oder Hass im Netz ins Gespräch kommen, wenn komplexe deutsche Sprache selbst eine Hürde darstellt? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Projekt CLIX bei einem Workshop an der Carl-Benz-Schule in Karlsruhe.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Juli gestalteten Nesrin und Simon von CLIX erstmals einen Workshop mit einer VABO-Klasse. Das Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf mit Schwerpunkt Erwerb von Deutschkenntnissen richtet sich an Jugendliche, die sich am Ende ihrer Schulzeit befinden und gleichzeitig ihre Deutschkenntnisse erweitern.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In enger Abstimmung mit der zuständigen Lehrerin entwickelte CLIX dafür ein Workshopkonzept rund um Diskriminierung, Grenzsetzung und Zivilcourage sowie den Umgang mit Hass, Hetze und Falschinformationen im Netz. Eine besondere Rolle spielte dabei die Frage der Zugänglichkeit: Wie lassen sich gesellschaftlich komplexe Themen so vermitteln, dass Sprache nicht zur Voraussetzung für Beteiligung wird?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bekannte Methoden aus der Bildungsarbeit wurden dafür angepasst und mit Elementen Einfacher Sprache, niedrigschwelligen Erklärungen und Piktogrammen kombiniert. So entstanden Möglichkeiten, eigene Erfahrungen einzubringen, Positionen auszutauschen und gemeinsam über gesellschaftliche Fragen zu diskutieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Workshop zeigte, dass politische und gesellschaftliche Bildung auch bei sprachlichen Barrieren dialogorientiert gestaltet werden kann. Für CLIX war das Format zugleich eine wichtige Erfahrung für die Weiterentwicklung der eigenen Bildungsarbeit und für die Frage, wie unterschiedliche Gruppen junger Menschen noch besser erreicht werden können.</p>
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		<title>TeamDEMOS: Bewährte Formate weiterdenken</title>
		<link>https://www.lag-mobil.de/4182-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tamara Wagner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2026 11:51:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[FEX]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Extremismusprävention und Demokratieförderung brauchen Räume, in denen aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen fachlich eingeordnet und gemeinsam diskutiert werden können. TeamDEMOS hat dafür in den vergangenen Jahren unterschiedliche Bildungs- und Austauschformate entwickelt – von digitalen Veranstaltungen über Hochschullehre bis zu mehrtägigen Qualifizierungen. Besonders die Online-Lunch-Reihe zeigt, wie groß das Interesse an niedrigschwelligen und [&#8230;]</p>
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<p class="wp-block-paragraph">Extremismusprävention und Demokratieförderung brauchen Räume, in denen aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen fachlich eingeordnet und gemeinsam diskutiert werden können. TeamDEMOS hat dafür in den vergangenen Jahren unterschiedliche Bildungs- und Austauschformate entwickelt – von digitalen Veranstaltungen über Hochschullehre bis zu mehrtägigen Qualifizierungen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders die Online-Lunch-Reihe zeigt, wie groß das Interesse an niedrigschwelligen und zugleich fachlich fundierten Angeboten ist. Das Themenspektrum reicht von Rechtsextremismus, antimuslimischem Rassismus und Antisemitismus über Radikalisierungsdynamiken und Verschwörungsdenken bis zu gesellschaftlicher Teilhabe, Diversität und digitalen Einflussfaktoren. Bei digitalen Fragestellungen arbeitet TeamDEMOS auch mit dem Projekt ATLAS zusammen und verbindet so unterschiedliche fachliche Perspektiven innerhalb der LAG.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Resonanz ist groß: Das für TeamDEMOS gesetzte Jahresziel bei den Teilnehmendenzahlen wurde bereits zur Jahresmitte erreicht. Die Nachfrage zeigt den bestehenden Bedarf an Fortbildung, fachlicher Orientierung und Austausch zu aktuellen Fragen der Extremismusprävention und Demokratieförderung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Auch die Zusammenarbeit mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg wird fortgeführt und ausgebaut. Ab Oktober 2026 wird das Modul „Extremismus“ weiterhin angeboten. Ab April 2027 soll zusätzlich ein neues Modul „Politische Bildung“ hinzukommen. Dadurch können theoretische Grundlagen künftig noch stärker mit der Frage verbunden werden, wie das erworbene Wissen in die spätere berufliche Praxis übertragen werden kann.</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Neue Übersicht über Angebote zur Förderung von Anschlussperspektiven junger Zugewanderter</title>
		<link>https://www.lag-mobil.de/neue-uebersicht-ueber-angebote-zur-foerderung-von-anschlussperspektiven-junger-zugewanderter/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tamara Wagner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Sep 2026 09:52:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Servicestelle]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.lag-mobil.de/?p=4174</guid>

					<description><![CDATA[<p>LAG Jugendsozialarbeit BW In Zusammenarbeit der Bundesagentur für Arbeit (Regionaldirektion BW), dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Berufssprachkurse), dem Kommunalverband für Jugend und Soziales BW, der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit BW, dem Ministerium für Kultus BW, dem Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit BW, dem Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus BW [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lag-mobil.de/neue-uebersicht-ueber-angebote-zur-foerderung-von-anschlussperspektiven-junger-zugewanderter/">Neue Übersicht über Angebote zur Förderung von Anschlussperspektiven junger Zugewanderter</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lag-mobil.de">LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württmberg</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">LAG Jugendsozialarbeit BW</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Zusammenarbeit der Bundesagentur für Arbeit (Regionaldirektion BW), dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Berufssprachkurse), dem Kommunalverband für Jugend und Soziales BW, der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit BW, dem Ministerium für Kultus BW, dem Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit BW, dem Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus BW und dem Volkshochschulverband BW (Landesnetzwerk Weiterbildungsberatung BW) ist in den vergangenen Monaten eine neue Übersicht über Angebote zur Förderung von Anschlussperspektiven junger Zugewanderter entstanden, die nun veröffentlicht wurde. Die Übersicht kann als TaskCard hier abgerufen werden: <a href="https://diakonie-wue.taskcards.app/#/board/317c45e7-5820-4d7a-941f-682c5c081e3f/view?token=b4175add-76a2-4c18-9426-a72274525103" data-type="link" data-id="https://diakonie-wue.taskcards.app/#/board/317c45e7-5820-4d7a-941f-682c5c081e3f/view?token=b4175add-76a2-4c18-9426-a72274525103">Hier klicken! </a></p>



<p class="wp-block-paragraph">Hintergrund bzw. Ausgangslage für die Informationssammlung sind zahlreiche Berichte aus der Praxis, die ein gemeinsames Problem hervorheben: Viele zugewanderte und geflüchtete Jugendliche, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und somit nicht mehr der Berufsschulpflicht unterliegen, beenden die vorgesehenen Schulklassen (Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf mit Schwerpunkt Deutschkenntnisse (VABO)) ohne das erforderliche Sprachniveau. In Einzelfällen verlassen junge Menschen das Schulsystem, ohne die schulischen Basiskompetenzen erreicht zu haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Instrumente am Übergang Schule-Beruf nach dem SGB II und SGB III greifen kaum, insbesondere fehlt es an allgemeinen Sprachfördermöglichkeiten, da in diesen Instrumenten ausschließlich berufsfachliche Sprachfördermöglichkeiten gegeben sind. Zudem hat sich die Anzahl der BAMF-Sprachkurse reduziert. Außerdem wurden die Zugangsmöglichkeiten zu diesen Kursen eingeschränkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mit der Übersicht soll deshalb eine Auswahl an Unterstützungsmöglichkeiten am Übergang Schule-Beruf aufgezeigt werden, wobei jedoch auch Angebote berücksichtigt wurden, die nicht nur die Kernzielgruppe (s.o.) betreffen und/oder deren Inhalte über reine Bildungsthemen hinausgehen, aber im engen Zusammenhang mit diesen stehen. Dazu zählen z.B. Angebote der Jugendsozialarbeit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auswahl beruht bei den regionalen Angeboten insbesondere auf Erfahrungswerten von Fachkräften, die bereits mit der adressierten Personengruppe arbeiten, und ist nicht abschließend, sondern an vielen Stellen eher noch beispielhaft zu betrachten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die<a href="https://www.lag-jugendsozialarbeit-bw.de/index.php/ueber-uns/geschaeftsstelle" data-type="link" data-id="https://www.lag-jugendsozialarbeit-bw.de/index.php/ueber-uns/geschaeftsstelle"> LAG Jugendsozialarbeit</a> nimmt gern weitere passgenaue Angebote in die Handreichung mit auf.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.lag-mobil.de/neue-uebersicht-ueber-angebote-zur-foerderung-von-anschlussperspektiven-junger-zugewanderter/">Neue Übersicht über Angebote zur Förderung von Anschlussperspektiven junger Zugewanderter</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.lag-mobil.de">LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württmberg</a>.</p>
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