LAG Jugendsozialarbeit BW
In Zusammenarbeit der Bundesagentur für Arbeit (Regionaldirektion BW), dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Berufssprachkurse), dem Kommunalverband für Jugend und Soziales BW, der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit BW, dem Ministerium für Kultus BW, dem Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit BW, dem Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus BW und dem Volkshochschulverband BW (Landesnetzwerk Weiterbildungsberatung BW) ist in den vergangenen Monaten eine neue Übersicht über Angebote zur Förderung von Anschlussperspektiven junger Zugewanderter entstanden, die nun veröffentlicht wurde. Die Übersicht kann als TaskCard hier abgerufen werden: Hier klicken!
Hintergrund bzw. Ausgangslage für die Informationssammlung sind zahlreiche Berichte aus der Praxis, die ein gemeinsames Problem hervorheben: Viele zugewanderte und geflüchtete Jugendliche, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und somit nicht mehr der Berufsschulpflicht unterliegen, beenden die vorgesehenen Schulklassen (Vorqualifizierungsjahr Arbeit/Beruf mit Schwerpunkt Deutschkenntnisse (VABO)) ohne das erforderliche Sprachniveau. In Einzelfällen verlassen junge Menschen das Schulsystem, ohne die schulischen Basiskompetenzen erreicht zu haben.
Die Instrumente am Übergang Schule-Beruf nach dem SGB II und SGB III greifen kaum, insbesondere fehlt es an allgemeinen Sprachfördermöglichkeiten, da in diesen Instrumenten ausschließlich berufsfachliche Sprachfördermöglichkeiten gegeben sind. Zudem hat sich die Anzahl der BAMF-Sprachkurse reduziert. Außerdem wurden die Zugangsmöglichkeiten zu diesen Kursen eingeschränkt.
Mit der Übersicht soll deshalb eine Auswahl an Unterstützungsmöglichkeiten am Übergang Schule-Beruf aufgezeigt werden, wobei jedoch auch Angebote berücksichtigt wurden, die nicht nur die Kernzielgruppe (s.o.) betreffen und/oder deren Inhalte über reine Bildungsthemen hinausgehen, aber im engen Zusammenhang mit diesen stehen. Dazu zählen z.B. Angebote der Jugendsozialarbeit.
Die Auswahl beruht bei den regionalen Angeboten insbesondere auf Erfahrungswerten von Fachkräften, die bereits mit der adressierten Personengruppe arbeiten, und ist nicht abschließend, sondern an vielen Stellen eher noch beispielhaft zu betrachten.
Die LAG Jugendsozialarbeit nimmt gern weitere passgenaue Angebote in die Handreichung mit auf.