Am 7. Juli 2026 fand die diesjährige Mitgliederversammlung der Landesarbeitsgemeinschaft Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg e. V. im WerkHaus Feuerbach statt. Im Mittelpunkt stand die turnusmäßige Wahl des Vorstands. Der bisherige Vorstand stellte sich vollständig zur Wiederwahl auf. Mit einem überzeugenden Mehrheitsvotum stimmte die Mitgliederversammlung dafür und setzte dabei auf personelle Kontinuität, verband diese jedoch mit einer neuen Verteilung der Funktionen.

Julius Elser wurde als erster Vorsitzender bestätigt. Zu seinen Stellvertretern wählte die Mitgliederversammlung Patrick Differt und Wolfgang WeberMarc Disch übernimmt weiterhin die KassenführungFlorian Cohausz gehört dem Vorstand künftig als Beisitzender an. Damit besteht der Vorstand erneut aus fünf Personen und erreicht genau die satzungsgemäße Mindestgröße. Der neu gewählte Vorstand ist entsprechend arbeits- und beschlussfähig.

Dass sich keine weiteren Kandidat:innen zur Wahl stellten, gehörte ebenfalls zum Gesamtbild der Versammlung. Denn erklärtes Ziel war auch bei dieser Neuwahl, den Vorstand möglichst vielfältig, paritätisch und geschlechtergerecht zu besetzen. Deshalb bleibt es eine wichtige Aufgabe, weitere Mitglieder für die Übernahme ehrenamtlicher Verantwortung innerhalb der LAG zu gewinnen und potenzielle Kandidat:innen künftig noch frühzeitiger anzusprechen.

Neben den Vorstandswahlen traf die Mitgliederversammlung mehrere Entscheidungen zur weiteren Entwicklung des Verbands. Mit dem SOS-Kinderdorf Schwarzwald und dem Kinderschutzbund Ortsverband Biberach wurden zwei neue juristische Mitglieder aufgenommen.

Der Arbeitskreis Vision wird erneut für weitere zwölf Monate eingesetzt und erhält den Auftrag, aus den bisherigen Ergebnissen konkrete strategische Entwicklungslinien und beschlussfähige Empfehlungen für die nächste Mitgliederversammlung zu erarbeiten. Neu eingerichtet werden außerdem ein Arbeitskreis Lobbyarbeit sowie ein Arbeitskreis zur Erarbeitung einer Geschäftsordnung für die Mitgliederversammlung. Dabei soll der Arbeitskreis Lobbyarbeit die fachpolitischen Interessen und Bedarfe der Mobilen Jugendarbeit und des Streetworks systematisch erfassen und Handlungsempfehlungen entwickeln. Der Arbeitskreis Geschäftsordnung erhält die Aufgabe, den bereits vorliegenden Entwurf einer Geschäftsordnung zu prüfen, auszuarbeiten bzw. weiterzuentwickeln und diesen zur kommenden Mitgliederversammlung als Beschlussvorlage einzubringen.

Auch organisatorische und finanzielle Fragen nahmen satzungsgemäß Raum ein. Die Mitgliederversammlung beauftragte den Vorstand, ein Organigramm der LAG mit ihren Fachbereichen zur Verfügung zu stellen. Sie nahm die Haushaltsentwicklung für die Jahre 2025 und 2026 zur Kenntnis und genehmigte die vorläufige Haushaltsplanung für das Jahr 2027.

Für die Vertretung der LAG im Landesjugendkuratorium wurde beschlossen, künftig zwei hauptamtliche Mitarbeitende zu entsenden. Dabei sollen vorrangig Personen berücksichtigt werden, die über praktische Erfahrung in der Mobilen Jugendarbeit und im Streetwork verfügen.

Die Mitgliederversammlung hat mit ihren Voten einerseits für Stabilität in der Leitung des Verbands gesorgt. Andererseits hat sie eine Reihe konkreter Arbeitsaufträge formuliert, die Vorstand, Geschäftsführung, Arbeitsbereiche und Mitglieder in den kommenden Monaten beschäftigen werden. Entscheidend wird dabei sein, die beschlossenen Arbeitskreise mit lebendigem Engagement zu füllen, Zuständigkeiten transparent zu machen und die strategische Entwicklung der LAG gemeinsam zukunftsgerecht weiterzuführen.