Die Arbeit der Mobilen Jugendarbeit und Mobilen Kindersozialarbeit ist an vielen Orten in Baden-Württemberg fest verankert. Fachkräfte sind im öffentlichen Raum präsent, begleiten junge Menschen in schwierigen Situationen, arbeiten mit Gruppen und Cliquen und bringen deren Perspektiven in kommunale Prozesse ein. Trotzdem bleibt vieles von dem, was dabei täglich geleistet wird, außerhalb des unmittelbaren Umfelds kaum sichtbar.
Das möchten wir gemeinsam ändern. Vom 8. bis 18. Oktober 2026 findet deshalb eine landesweite Aktion statt, an der sich Einrichtungen aus ganz Baden-Württemberg beteiligen können. Im Mittelpunkt stehen dezentrale Aktionen im öffentlichen Raum, die vor Ort unterschiedlich gestaltet werden können und dennoch unter einem gemeinsamen inhaltlichen und visuellen Dach stehen.
Die landesweite Aktion ist Teil des Projekts „Jung im Ort“ der AGJF. Sie knüpft an unsere bisherige Öffentlichkeitsarbeit an und verbindet drei Zugänge: Begegnungen im öffentlichen Raum, digitale Einblicke in die Arbeit der Einrichtungen und persönliche Geschichten aus der Praxis.
Gemeinsam im öffentlichen Raum präsent sein
Die Einrichtungen entscheiden selbst, welche Aktion zu ihrem Standort, ihrem Konzept und den örtlichen Rahmenbedingungen passt. Möglich sind beispielsweise Gesprächsangebote, kleine Veranstaltungen, offene Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum oder andere Formate, die Begegnung ermöglichen und auf die Arbeit der Mobilen Jugendarbeit und Mobilen Kindersozialarbeit aufmerksam machen.
Damit die Planung möglichst konkret erfolgen kann, stellen wir verschiedene Aktionsideen in Form von Steckbriefen zusammen. Darin wird jeweils beschrieben, welcher Aufwand in der Vorbereitung entsteht, was während der Aktion benötigt wird, welche Nachbereitung sinnvoll ist und mit welchem Equipment gerechnet werden muss.
So können die Einrichtungen auf einen Blick einschätzen, welches Format zu ihnen passt und welche personellen und materiellen Voraussetzungen dafür notwendig sind.
➡️ [Aktionssteckbriefe als PDF herunterladen]
Auf Grundlage dieser Steckbriefe bitten wir alle interessierten Einrichtungen um eine verbindliche Rückmeldung. Im Formular kann angegeben werden, an welcher Aktion sich die Einrichtung beteiligen möchte und welches Material dafür voraussichtlich benötigt wird.
Die Rückmeldungen helfen uns dabei, den Gesamtbedarf zu ermitteln und die vorhandenen Projektmittel sinnvoll einzusetzen. Auf dieser Grundlage prüfen wir, welche Materialien und welches Equipment wir den beteiligten Einrichtungen zur Verfügung stellen können. Die Bereitstellung erfolgt im Rahmen der verfügbaren Mittel.
➡️ [Verbindliche Teilnahme und Materialbedarf melden]
Ein gemeinsamer Auftritt mit unterschiedlichen Formaten
Die einzelnen Aktionen sollen erkennbar Teil einer gemeinsamen landesweiten Initiative sein. Dafür entwickeln wir Materialien, die vor Ort eingesetzt werden können und zugleich eine Verbindung zu den digitalen Bestandteilen der Kampagne herstellen.
Geplant sind unter anderem Beachflags, die im öffentlichen Raum auf die Aktion aufmerksam machen. Für bestimmte Aktionsformate prüfen wir außerdem, ob eine begrenzte Anzahl an Stühlen oder weiteres Equipment bereitgestellt werden kann.
Ein zentrales Element werden Postkarten mit QR-Codes sein. Sie können bei den Aktionen verteilt oder ausgelegt werden und ermöglichen es Interessierten, sich auch nach der Begegnung vor Ort weiter mit der Mobilen Jugendarbeit zu beschäftigen.
Die QR-Codes führen zu unterschiedlichen Zugängen: zu grundlegenden Informationen über das Arbeitsfeld, zu Bildern und Statements aus Einrichtungen in Baden-Württemberg und zu den Gesprächen unserer neuen Podcastreihe.
Damit entsteht eine Verbindung zwischen der unmittelbaren Begegnung im öffentlichen Raum und weiterführenden digitalen Inhalten.
Sichtbar: Einblicke aus Einrichtungen im ganzen Land
Mit unserer Instagram-Kampagne „Mobile Jugendarbeit/Streetwork wirkt in Baden-Württemberg“ haben wir bereits gezeigt, wie viel Reichweite entstehen kann, wenn Einrichtungen gemeinsam auftreten. Innerhalb von 30 Tagen wurden die Beiträge mehr als 70.000-mal aufgerufen und erreichten über 10.000 Nutzer:innen.
Vor allem aber ist dabei eine umfangreiche Sammlung von Bildern, Statements und Einblicken entstanden. Sie zeigt die Vielfalt der Einrichtungen und macht sichtbar, wie unterschiedlich Mobile Jugendarbeit und Streetwork vor Ort ausgestaltet werden.
Diese Beiträge werden auch während der landesweiten Aktion verfügbar sein. Wer über die Postkarten oder die begleitende Öffentlichkeitsarbeit auf die Kampagne aufmerksam wird, kann sich dort ein Bild davon machen, wie Mobile Jugendarbeit in verschiedenen Städten und Gemeinden aussieht.
Ergänzend entsteht auf unserer Homepage ein grundlegender Text, der verständlich beschreibt, was Mobile Jugendarbeit leistet, wen sie erreicht und weshalb sie für junge Menschen und Kommunen unverzichtbar ist.
Hörbar: Geschichten aus der Praxis
Bilder und kurze Statements können Aufmerksamkeit schaffen. Viele Erfahrungen aus der Mobilen Jugendarbeit brauchen jedoch mehr Raum. Deshalb ergänzen wir die landesweite Aktion um die Interview- und Podcastreihe „Mobile Jugendarbeit/Streetwork spricht“.
In den Gesprächen kommen Fachkräfte aus ganz Baden-Württemberg zu Wort. Sie berichten aus der Einzelfallhilfe, von Begegnungen auf der Straße, aus der Arbeit mit Gruppen und Cliquen sowie aus der Gemeinwesenarbeit.
Im Mittelpunkt stehen nicht außergewöhnliche oder spektakuläre Fälle. Es geht um die vielen Situationen, Beziehungen und Entwicklungen, die den Arbeitsalltag prägen und von außen oft kaum wahrgenommen werden. Gerade diese Geschichten zeigen, was Mobile Jugendarbeit konkret leistet und welche Bedeutung verlässliche Beziehungen für junge Menschen haben können.
Die Interviews dauern etwa 20 bis 30 Minuten. Sie finden nach Möglichkeit vor Ort statt, können bei Bedarf aber auch digital durchgeführt werden. Offene Leitfragen geben dem Gespräch eine Orientierung, lassen den Fachkräften jedoch ausreichend Raum für eigene Erfahrungen, Beispiele und Schwerpunkte.
Die Aufnahmen sind für August und September 2026 geplant. Die ersten Folgen sollen zur landesweiten Aktion im Oktober veröffentlicht werden. Anschließend bleibt der Podcast dauerhaft verfügbar und macht die Geschichten aus dem Arbeitsfeld auch über den Aktionszeitraum hinaus hörbar.
Alle weiteren Informationen zum Ablauf und zur Veröffentlichung haben wir in einem kompakten Handout zusammengestellt.
➡️ [Handout „Mobile Jugendarbeit/Streetwork spricht“ herunterladen]
Fachkräfte und Einrichtungen, die sich an der Interviewreihe beteiligen möchten, können sich über das Online-Formular melden. Dort werden unter anderem der Standort, mögliche Zeiträume und erste Themenideen abgefragt.
Die Angaben helfen uns dabei, die Gespräche zeitlich und geografisch zu planen und gemeinsam zu entscheiden, ob das Interview vor Ort oder digital geführt wird. Anschließend stimmen wir den konkreten Termin und die inhaltlichen Schwerpunkte direkt mit den Beteiligten ab.
➡️ [Interesse an einem Interview anmelden und Terminmöglichkeiten angeben]
Eine Aktion, mehrere Zugänge
Die landesweite Aktion verbindet verschiedene Formen der Sichtbarkeit. Im öffentlichen Raum entstehen Begegnungen und Gespräche. Über die Homepage und die Instagram-Kampagne werden Informationen, Bilder und Statements zugänglich. Im Podcast erhalten die Erfahrungen der Fachkräfte den Raum, den sie in kurzen Formaten häufig nicht bekommen.
So können Menschen auf unterschiedlichen Wegen erfahren, wen Mobile Jugendarbeit erreicht, wie sie arbeitet und welchen Beitrag sie für junge Menschen und das Zusammenleben in unseren Kommunen leistet.
Je mehr Einrichtungen sich beteiligen, desto deutlicher wird das gemeinsame Bild: Mobile Jugendarbeit und Mobile Kindersozialarbeit sind in ganz Baden-Württemberg präsent. Sie sind nah an den Lebenswelten junger Menschen und leisten einen unverzichtbaren Beitrag vor Ort.
Wir freuen uns auf zahlreiche Aktionen, viele Gespräche und eine gemeinsame landesweite Sichtbarkeit im Oktober.