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Mobile Jugendarbeit MIT und FÜR junge Menschen – MJA relational denken und Praxis entsprechend organisieren

24. Februar 2027, 12:30 - 14:00

Mobile Jugendarbeit wird häufig entlang ihrer klassischen Arbeitsformen beschrieben: Streetwork, Einzelhilfe, Gruppenarbeit und Gemeinwesenarbeit. In der Praxis lassen sich diese Bereiche jedoch selten klar voneinander trennen. Ein Gespräch im öffentlichen Raum kann Beziehungsarbeit sein, Hinweise auf strukturelle Barrieren liefern und zugleich Ausgangspunkt für Vernetzung, fachliche Positionierung oder anwaltschaftliches Handeln werden.

Was verändert sich also, wenn Mobile Jugendarbeit konsequent als Arbeit mit und für junge Menschen gedacht wird?

In seinem Online-Lunch stellt Simon Fregin ein relationales Verständnis Mobiler Jugendarbeit vor. Im Mittelpunkt steht eine Methodenmatrix, die unmittelbare Beziehungsarbeit mit jungen Menschen und mittelbare, strukturbezogene Arbeit für junge Menschen miteinander verbindet. Dabei geht es nicht darum, eine neue Methode einzuführen. Vielmehr macht die Matrix sichtbar, was in der Praxis vielfach bereits geschieht, und bietet Fachkräften eine Möglichkeit, das eigene professionelle Handeln zu reflektieren.

Der Blick richtet sich damit auch auf die Bedingungen, unter denen Beziehung, Zugang und Teilhabe entstehen: Welche strukturellen Barrieren begegnen jungen Menschen? Wie können ihre Perspektiven in Netzwerke, Institutionen und fachliche Diskurse eingebracht werden? Und wie lässt sich gleichzeitig sicherstellen, dass strukturelle Arbeit an die tatsächlichen Lebenswelten junger Menschen rückgebunden bleibt? Die Methodenmatrix kann hier als Reflexions- und Verständigungshilfe für Fachkräfte, Teams, Träger und Kooperationspartner:innen dienen.

Auch Dokumentation, Planung und Beteiligung spielen dabei eine wichtige Rolle. Dokumentation kann mehr sein als der Nachweis geleisteter Arbeit: Richtig eingesetzt hilft sie dabei, Beobachtungen aus dem Sozialraum gemeinsam auszuwerten, Entwicklungen sichtbar zu machen und Wissen für die Weiterentwicklung der eigenen Praxis sowie für die Interessenvertretung junger Menschen zu gewinnen.

Simon Fregin ist Sozialarbeiter und hat einen Master of Arts in Sozialplanung. Seit 2012 arbeitet er in verschiedenen Feldern der Jugendsozialarbeit und leitet seit 2018 die Mobile Jugendarbeit Innenstadt/Europaviertel. Vier Jahre war er im Vorstand der LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork aktiv. Derzeit promoviert er zu netzwerkorientierter Arbeit für junge Menschen. Seine Schwerpunkte liegen in den Bereichen Kooperation, Planung, Dokumentation und Jugendbeteiligung.

Hier geht es zur Anmeldung.

 

Details

  • Datum: 24. Februar 2027
  • Zeit:
    12:30 - 14:00
  • Veranstaltungskategorie: