Warum wir nicht aufhören können zu scrollen

Veranstaltungsbeschreibung
TikTok, Instagram, YouTube – und plötzlich ist eine Stunde vergangen. Warum ist es so schwer, das Handy wegzulegen? Was passiert da eigentlich in unserem Kopf? In diesem Online-Format geht Medienpädagoge Lukas Flad genau diesen Fragen auf den Grund. Der Vortrag beleuchtet die psychologischen Mechanismen hinter der Sogwirkung von Social-Media-Plattformen: von Algorithmen über Dopamin bis zu personalisierten Belohnungsschleifen.
Dabei geht es auch um die gesellschaftlichen Folgen:
Wie entstehen Filterblasen?
Warum erhalten extreme Inhalte mehr Reichweite?
Und was bedeutet das für die demokratische Debattenkultur?
Neben fundiertem Wissen bietet das Format praxisnahe Impulse, wie ein gesunder und reflektierter Umgang mit Social Media im Alltag – und in der pädagogischen Arbeit – gelingen kann.
Über den Referenten

Lukas Flad ist Lehrkraft an einem SBBZ-L und arbeitet zusätzlich als selbstständiger Medienpädagoge. Seine Schwerpunkte liegen auf Fake-News-Prävention und der Implementierung von Künstlicher Intelligenz im Bildungsbereich. Zuvor war er stellvertretender Bereichsleiter von RespektBW am Landesmedienzentrum Baden-Württemberg.
ATLAS
Das Projekt ATLAS beobachtet und analysiert digitale Lebenswelten Jugendlicher und bereitet diese Erkenntnisse für die Fachpraxis auf. Ziel ist es, die Dynamiken dieser digitalen Räume besser zu verstehen und daraus Wege abzuleiten, wie reale Teilhabe, Beziehungen und Unterstützungsangebote für junge Menschen gestärkt werden können.
Die Veranstaltungsreihe ATLAS Connect verbindet aktuelle Beobachtungen aus digitalen Räumen mit prägnanten Fachimpulsen und bietet Raum für praxisnahe Reflexion und Austausch – damit Fachkräfte Trends schneller einordnen, Risiken erkennen und konkrete Handlungsoptionen für ihren Arbeitsalltag entwickeln können.
Das Projekt wird umgesetzt von der LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg e.V. und wird finanziert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Landesmitteln, die der Landtag Baden-Württemberg beschlossen hat.
Bezug zum Projekt DEMOS
Das Online-Format leistet einen wichtigen Beitrag im Rahmen des Projekts DEMOS – Demokratie, Empathie, Mitgestaltung, Offenheit und Solidarität. Es macht deutlich, wie soziale Medien nicht nur unsere Aufmerksamkeit, sondern auch unsere demokratische Urteilsfähigkeit beeinflussen können.
Gerade weil extreme und vereinfachende Inhalte – wie Verschwörungsmythen – durch algorithmische Belohnung verstärkt werden, ist Aufklärung über diese Mechanismen zentral für die Radikalisierungsprävention.
Indem wir verstehen, wie Plattformlogiken funktionieren, können wir junge Menschen besser dabei unterstützen, sich nicht manipulieren zu lassen und reflektiert mit digitalen Inhalten umzugehen.