Online Lunch: Zwischen Ausgrenzung und Repräsentation – Aktuelle Evidenz zu Online-Radikalisierung und Gemeinschaftsbildung
Veranstaltungsbeschreibung
Diese Veranstaltung ist Teil des Online Lunch Formats von FEX – Fachstelle Extremismusdistanzierung. Die Reihe greift aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen auf und bietet Fachkräften Raum für fachlichen Austausch, neue Perspektiven und praxisnahe Impulse.
Welche Rolle spielen Zugehörigkeit, Anerkennung und soziale Ausgrenzung bei Radikalisierungsprozessen im digitalen Raum? Soziale Medien schaffen Räume für Austausch und Gemeinschaft, können zugleich aber auch Anknüpfungspunkte für extremistische Narrative bieten. Um diese Dynamiken besser zu verstehen, ist ein differenzierter Blick auf die Wechselwirkungen zwischen gesellschaftlichen Erfahrungen und digitalen Lebenswelten notwendig.
Im Online Lunch gibt Dr. Nader Hotait einen Einblick in aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Zusammenhängen von sozialer Exklusion, Gemeinschaftsbildung und Online-Radikalisierung. Anhand computergestützter Medienanalysen sowie empirischer Studien zeigt er, welche Mechanismen digitale Gemeinschaften attraktiv machen und wie sich Radikalisierungsdynamiken in sozialen Netzwerken entwickeln können.
Die Veranstaltung verbindet aktuelle Forschung mit praxisrelevanten Fragestellungen und richtet sich an Fachkräfte aus Prävention, Bildung, Sozialer Arbeit, Wissenschaft und Verwaltung. Im Anschluss besteht Gelegenheit zum fachlichen Austausch.
Themen der Veranstaltung
- Aktuelle Forschung zu sozialer Exklusion und Online-Radikalisierung
- Digitale Gemeinschaften als Orte von Zugehörigkeit
- Einblicke in computergestützte Medienanalysen
- Empirische Erkenntnisse aus der Social-Media-Forschung
- Raum für Fragen und fachlichen Austausch
Referent
Dr. Nader Hotait ist Soziologe und wissenschaftlicher Mitarbeiter am DeZIM-Institut. Seine Forschungsschwerpunkte liegen an der Schnittstelle von Digitalisierung, Extremismus und Migration. Er forscht unter anderem zu den Auswirkungen sozialer Medien auf Einstellungsänderungen, zu extremistischen Inhalten in algorithmisch kuratierten Feeds sowie zu Religion, Rassismus und Diskriminierung im digitalen Raum. Zuvor leitete er das Projekt „Radikalisierungspotenziale auf TikTok“ (RaPoTik) und ist derzeit Projektleiter des Princeton-Humboldt Joint Projects „MEDIVA – Media Diets and Democratic Values“. Darüber hinaus ist er Gastwissenschaftler am Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der Humboldt-Universität zu Berlin.
Anmeldung
Die Teilnahme ist kostenfrei. Zur Anmeldung klicken Sie bitte hier.