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Tradwives & Weiblichkeitscoaches (Re)traditionalisierte Weiblichkeitsentwürfe auf Social Media

17. Juni 2026, 12:30 - 14:00

Veranstaltungsbeschreibung

Auf Social Media feiern sie Millionenreichweiten: Frauen, die sich als „Tradwives“ inszenieren – traditionelle Ehefrauen, die ihr Glück im Gehorsam, in der Fürsorge und in der Rückkehr zur „weiblichen Essenz“ finden wollen. Daneben boomen Profile von „Weiblichkeitscoachinnen“, die Selbstoptimierung mit Spiritualität und Rückzug aus Gleichberechtigungserzählungen verbinden.

Doch was steckt hinter diesem Content?
Und warum wirkt er gerade auf junge Frauen so anziehend?

Im Vortrag von Jessica Alessandra Wagner, Genderforscherin und Medienpädagogin, analysieren wir aktuelle Weiblichkeitsentwürfe auf Social Media und hinterfragen ihre ideologischen Grundlagen. Der Fokus liegt dabei auf:

  • sogenannten Tropes wie der „Tradwife“ oder „Weiblichkeitscoachin“
  • der Ästhetik und Emotionalisierung dieser Inhalte
  • den gesellschaftlichen und politischen Anschlussfähigkeiten dieser Narrative – auch im Kontext demokratiefeindlicher Bewegungen

Ein Format für alle, die wissen wollen, wie sich digitale Genderbilder verändern – und welche Fragen sich daraus für politische Bildung, Jugend- und Sozialarbeit ergeben.

 

Über die Referentin

Jessica Alessandra Wagner ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der Universität Bielefeld. Ihre Schwerpunkte liegen auf Gender, Gaming und Live-Streaming. Sie arbeitet freiberuflich als Referentin zu Gender und Medien und bringt Praxiserfahrung aus der Jugendsozialarbeit sowie geschlechterreflektierten Bildungsarbeit mit.

 

 

Anmeldung


 

ATLAS

Das Projekt ATLAS beobachtet und analysiert digitale Lebenswelten Jugendlicher und bereitet diese Erkenntnisse für die Fachpraxis auf. Ziel ist es, die Dynamiken dieser digitalen Räume besser zu verstehen und daraus Wege abzuleiten, wie reale Teilhabe, Beziehungen und Unterstützungsangebote für junge Menschen gestärkt werden können. 

Die Veranstaltungsreihe ATLAS Connect verbindet aktuelle Beobachtungen aus digitalen Räumen mit prägnanten Fachimpulsen und bietet Raum für praxisnahe Reflexion und Austausch – damit Fachkräfte Trends schneller einordnen, Risiken erkennen und konkrete Handlungsoptionen für ihren Arbeitsalltag entwickeln können. 

Das Projekt wird umgesetzt von der LAG Mobile Jugendarbeit/Streetwork Baden-Württemberg e.V. und wird finanziert durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration aus Landesmitteln, die der Landtag Baden-Württemberg beschlossen hat.

 

Bezug zum Projekt DEMOS

Das Online-Format leistet einen wichtigen Beitrag im Rahmen des Projekts DEMOS – Demokratie, Empathie, Mitgestaltung, Offenheit und Solidarität. Es macht deutlich, wie soziale Medien nicht nur unsere Aufmerksamkeit, sondern auch unsere demokratische Urteilsfähigkeit beeinflussen können.

Gerade weil extreme und vereinfachende Inhalte – wie Verschwörungsmythen – durch algorithmische Belohnung verstärkt werden, ist Aufklärung über diese Mechanismen zentral für die Radikalisierungsprävention.

Indem wir verstehen, wie Plattformlogiken funktionieren, können wir junge Menschen besser dabei unterstützen, sich nicht manipulieren zu lassen und reflektiert mit digitalen Inhalten umzugehen.

Details

  • Datum: 17. Juni 2026
  • Zeit:
    12:30 - 14:00
  • Veranstaltungskategorien: ,

Veranstaltungsort

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