Abholen statt Aufholen! – Junge Menschen dort abholen, wo sie stehen …

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  • Erstellungsdatum 13. Juli 2021
  • Zuletzt aktualisiert 13. Juli 2021

Abholen statt Aufholen! - Junge Menschen dort abholen, wo sie stehen ...

Positionierung und fachpolitische Forderungen der LAG Mobile Jugendarbeit/ Streetwork Baden-Württemberg e. V.

Die Corona-Pandemie hat massive Auswirkungen auf die Lebenssituation junger Menschen. Ob zu Zeiten der Lockdowns oder zum jetzigen Zeitpunkt verschiedener Öffnungsschritte - der Alltag von Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat sich nachhaltig verändert. Vieles lässt sich nicht einfach nachholen. Anstatt junge Menschen zusätzlich unter Druck zu setzen, muss  ihnen dringend mehr Raum für Freizeitaktivitäten und die notwendige Zeit zur Entlastung und Erholung hinsichtlich ihrer psychischen Gesundheit und ihres seelischen Wohls ermöglicht werden, um sie erst einmal dort abzuholen, wo sie (aktuell) stehen.

Wir begrüßen die Entwicklung der letzten Monate, dass Jugendliche inzwischen vermehrt in den Blick genommen werden. Allerdings reicht dies aus unserer Sicht nicht aus, um ihre Situation nachhaltig zu verbessern: Junge Menschen müssen mit ihren Bedürfnissen, Anliegen und Vorschlägen nicht nur umfassend (an-)gehört und stärker beteiligt werden - ihre Forderungen müssen sich auch zeitnah und konsequent in politischen Entscheidungen niederschlagen, damit sie das Vertrauen in die Politik und in die Gesellschaft zurückgewinnen oder auch zukünftig nicht verlieren.

Dass die Lebenssituation junger Menschen und die Lebensphase Jugend sowie die sozialen Folgen der Corona-Pandemie differenzierter in den Blick genommen werden müssen, wurde von uns als Fachverband im vergangenen Jahr benannt und inzwischen durch diverse Jugendbefragungen, Jugendbeteiligungsprojekte und -studien und Fachbeiträge belegt. Ausgehend von diesen Erkenntnissen formulieren wir entsprechende Forderungen auf der Grundlage der aktuellen Bedarfe und Lebenslagen junger Menschen erneut.