Jugend braucht Zukunft – Prävention sichern statt vorschnell kürzen (PM vom 22.01.2026)

Acht Landesverbände der Kinder- und Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit haben heute eine Pressemitteilung mit dem Titel “Jugend braucht Zukunft – Prävention sichern statt vorschnell kürzen” veröffentlicht.

In vielen Kommunen Baden-Württembergs werden derzeit Einsparungen bei Angeboten für junge Menschen diskutiert oder bereits umgesetzt. Die unterzeichnenden Verbände der Kinder- und Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit weisen eindringlich darauf hin, dass Kürzungen in diesen Bereichen wichtige Präventionsstrukturen schwächen und langfristig höhere gesellschaftliche Folgekosten verursachen können.

Mit der Pressemitteilung richten wir einen gemeinsamen Appell an kommunale Entscheidungsträger*innen, verlässliche Unterstützungsangebote für junge Menschen gerade in herausfordernden Zeiten zu sichern und zu stärken.

Das Programm der Jahrestagung steht

Das Programm unserer diesjährigen Jahrestagung mit dem Titel “Mobile Jugendarbeit/ Streetwork – Reflektiert. Verbindend. Politisch.”, die in Kooperation von KVJS und LAG veranstaltet wird, ist veröffentlicht. Sie findet vom 27. bis 29. April 2026 wie gewohnt in Herrenberg-Gültstein statt.

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an die Kolleg:innen, die in der Vorbereitungsgruppe wieder ein aktuelles und relevantes Programm entwickelt haben.

Ab sofort freuen wir uns auf zahlreiche Anmeldungen und einen lebendigen Austausch mit den Kolleg:innen aus ganz Baden-Württemberg.

Tagungsinformationen:

… Einladung

… Programm

… Anmeldung

Für ein Recht auf Schweigen! – Aufruf des LAG Vorstands zur Solidarität mit den Kolleg:innen des Karlsruher Fanprojekts

Liebe Kolleg:innen,

am 15.10.2024 wird vor dem Amtsgericht Karlsruhe eine richtungsweisende Verhandlung gegen unsere Kolleg:innen des Karlsruher Fanprojekts stattfinden. Diese Verhandlung ist nur aufgrund des fehlendenprozessualen Zeugnisverweigerungsrechtsmöglich und stellt eine gravierende Gefährdung der Arbeitsgrundlage Sozialer Arbeit dar – dem Vertrauensverhältnis zwischen Sozialarbeitenden und Adressat:innen. Wir schützen nicht die Täter:innen, sondern.

Unsere Solidarität gilt Volker, Sophia und Stan, die mit ihrem mutigen Verhalten ein Zeichen für den Schutz sozialarbeiterischer Grundwerte setzen. Aus fachlicher und ethischer Sicht haben die Kolleg:innen alles richtig gemacht und sich professionell verhalten. Ihr Einsatz ist vorbildhaft für uns alle.

Lasst uns gemeinsam ein starkes Zeichen der Solidarität setzen!

Kommt nach Karlsruhe, um den Prozess zu beobachten!

Gemeinsam mit dem DBSH veranstalten wir von 8 bis 11 Uhr am Platz der Menschenrechte in Karlsruhe eine Versammlung. Kommt vorbei!

Jede Stimme zählt, um auf das grundsätzliche Problem der geltenden Rechtsgrundlage aufmerksam zu machen. Wer nicht persönlich anwesend sein kann, ist eingeladen, seine Unterstützung über die Social-Media-Kanäle zu zeigen.

Weitere Hintergründe und detaillierte Informationen zu dem Fall findet ihr auf der Webseite des „Bündnisses für Zeugnisverweigerungsrecht“

Im Folgenden ein Auszug:

„Im Rechtsstreit zwischen der Staatsanwaltschaft Karlsruhe und dem dortigen Fanprojekt haben die betroffenen Kolleg*innen Strafbefehle wegen Strafvereitelung in Höhe von jeweils 120 Tagessätzen á 60 Euro erhalten. Dies erfolgte im Zuge von Aussageverweigerungen der Mitarbeitenden des Fanprojekts, welche sich auf ihre Schweigepflicht bezogen, um das Vertrauensverhältnis zu ihren Adressat*innen und somit ihre sozialarbeiterische Arbeitsgrundlage zu schützen. Die Folgen waren Ordnungsgelder, Androhung von Beugehaft und nun Strafen in einer völlig verheerenden Dimension. Sollten die Strafbefehle Rechtsgültigkeit erlangen, wären die Betroffenen vorbestraft und schließlich auch mit massiven Strafzahlungen konfrontiert. Neben den persönlichen Schicksalen sieht das Bündnis für ein Zeugnisverweigerungsrecht in der Sozialen Arbeit (BfZ) hier auch einen massiven Eingriff in die Profession und Berufspraxis der Sozialen Arbeit.“ (https://www.zeugnis-verweigern.de/2024/03/15/pressemitteilung-soziale-arbeit-unter-druck/ )

Aus Überzeugung zu unserer Profession und Arbeit sagen wir daher:

„Zeugnisverweigerungsrecht. Jetzt!“

Landesweite Statistik MJA 2022 veröffentlicht

Die Ergebnisse der landesweiten Erhebung zu den erreichten jungen Menschen in der MJA und den Tätigkeiten der Einrichtungen im Land stehen hier zur Verfügung.

17.795 benachteiligten und gefährdeten jungen Menschen standen die Fachkräfte der Mobilen Jugendarbeit in Baden-Württemberg im Jahr 2022 als Ansprechpartner:innen und Bezugspersonen zur Verfügung. 11.193 junge Menschen wurden von den Fachkräften der Mobilen Jugendarbeit individuell beraten/ unterstützt.

Ausgewertet wurden Daten aus Einrichtungen der Mobilen Jugendarbeit, die durch das Land BW gefördert wurden wie auch von Einrichtungen, die durch die Förderung im Bundesaktionsprogramm “Aufholen nach Corona” zum Teil neu gestartet sind.

Erstmals wurden auch Daten aus der Mobilen Kindersozialarbeit erhoben. Diese folgen in einer gesonderten Auswertung.