Neue CoronaVO für Angebote der KJA/JSA ab 24.08.2021

Infolge der neuen Coronaverordnung (seit 16.08.2021) gilt nun ab 24.08.2021 auch eine neue Fassung der Verordnung für die Angebote der KJA/JSA.

Wie in der Hauptverordnung wird nun nicht mehr nach Inzidenzstufen unterschieden., sondern die Regelungen gelten landesweit unabhängig von der Inzidenz im jeweiligen Landkreis.

Grundsätzlich wird nun nur noch unterschieden zwischen Angeboten ohne und mit 3G-Nachweis. Es gibt keine Unterscheidung mehr zwischen Angeboten in geschlossenen Räumen oder im Freien.

  • Angebote mit bis zu 36 Beteiligten sind ohne 3G-Nachweis möglich (§2 (1)). Für Personen, die nicht genesen oder geimpft sind, wird eine Testung auf das Coronavirus allgemein empfohlen.
    Gruppenbildung: Übersteigt die Beteiligtenzahl die Anzahl von 24, so sind hier Gruppen von bis zu 24 Beteiligten zu bilden.
  • Angebote mit bis zu 420 Beteiligten sowie mehrtägige Angebote sind nur für getestete, geimpfte oder genesene Personen möglich (§2 (1)). Nachweise sind durch die Veranstaltenden zu kontrollieren.
    Gruppenbildung: Übersteigt die Beteiligtenzahl die Anzahl von 36, so sind hier Gruppen von bis zu 36 Beteiligten zu bilden.
  • Für Angebote der offenen Tür (also mit Kommen und Gehen ohne vorherige Anmeldung) gilt die Obergrenze der Beteiligtenzahl über die Gesamtzeit des Angebots (siehe oben) hinweg. Die Beteiligten sind zu erfassen und der Zutritt zum Angebot ist bis zur Erreichung der maximal erlaubten Beteiligtenzahl möglich. (§2 (2))

Grundsätzlich sind Angebote Veranstaltungen, für die die Einrichtungen entsprechende Hygienevorschriften einzuhalten haben, ein Hygienekonzept erstellen und Kontaktdaten erfassen. Die Anzahl der Beteiligten richtet sich neben den Regelungen in §2 (1) natürlich nach dem zur Verfügung stehenden Platz, da weiterhin die Abstandsempfehlung gilt. Im Unterschied zu anderen Veranstaltungen zählen Teilnehmende und Mitarbeitende weiterhin zusammen.
Für die Durchführung von Angeboten und den Betrieb von Einrichtungen ist insbesondere der §6 der CoronaVO KJA/JSA maßgeblich. Abweichend von der Coronahauptverordnung gelten Schnelltestnachweise (Antigen-Schnelltest) in Angeboten der KJA/JSA 48 Stunden.

Für die Mobile Jugendarbeit gilt nach wie vor, dass die aufsuchende Arbeit und die Beratung im Einzelfall  in den Anlaufstellen zur Daseinsvorsorge zählen. Das heißt, für die Einrichtung an sich ist ein Hygienekonzept zu erstellen und die Hygienevorschriften einzuhalten. Dokumentation ist außerhalb von Angeboten für Gruppen nicht erforderlich. Der Wegfall der Beschränkungen im privaten Bereich erleichtert nun auch Streetworkkontakte wieder um einiges, da hier nicht mehr auf Gruppengrößen geachtet werden muss. Nichtsdestotrotz gelten gerade im öffentlichen Raum die allgemeinen Hygienevorschriften.

Für Rückfragen und Beratung stehen wir Euch wie gehabt gerne zur Verfügung.

Begründung zur CoronaVO KJA/JSA:

https://www.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-sm/intern/downloads/Downloads_Gesundheitsschutz/210824_Begruendung_SM_CoronaVO_Angebote-fin.pdf

Zur Planung von Angeboten ist der gemeinsame Planungsrahmen, der von den Verbänden der KJA/JSA mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration entwickelt und aktualisiert wurde, hilfreich:

https://www.lag-mobil.de/wp-content/uploads/2021/08/210827_Gemeinsame-Empfehlungen-KJA_JSA.pdf

Abholen statt Aufholen! – Junge Menschen dort abholen, wo sie stehen …

Positionierung und fachpolitische Forderungen der LAG Mobile Jugendarbeit/ Streetwork BW

Dass die Lebenssituation junger Menschen und die Lebensphase Jugend sowie die sozialen Folgen der Corona-Pandemie differenzierter in den Blick genommen werden müssen, wurde von uns als Fachverband im vergangenen Jahr benannt und inzwischen durch diverse Jugendbefragungen, Jugendbeteiligungsprojekte und -studien und Fachbeiträge belegt. Ausgehend von diesen Erkenntnissen formulieren wir entsprechende Forderungen auf der Grundlage der aktuellen Bedarfe und Lebenslagen junger Menschen erneut. Die folgenden (fach-)politischen Forderungen besaßen schon vor der Pandemie Gültigkeit, haben inzwischen jedoch deutlich an Aktualität, Dringlichkeit und Bedeutung gewonnen:

  • Schaffung von gestaltbaren und frei verfügbaren Räumen
  • Unterstützung junger Menschen bei der Entwicklung von Perspektiven
  • Ermöglichung von und Ermächtigung zu sozialer Teilhabe
  • Stärkung und bedarfsgerechter Ausbau von Mobiler Jugendarbeit

An dieser Stelle bedanken wir uns sehr herzlich bei den beteiligten Kolleg*innen, die im Rahmen unseres letzten Online-Erfahrungsaustauschs engagiert diskutiert und ihre Erfahrungen in das vorliegende Positionspapier eingebracht haben.

Neue CoronaVO für Angebote der KJA/JSA ab 01.07.2021

Infolge der aktuell gültigen Coronaverordnung (ab 28.06.2021) gilt ab 01.07.2021 auch eine neue Fassung der Verordnung für die Angebote der KJA/JSA. Dort ist auch die Begründung für die Verordnung veröffentlicht.

Es gelten hier analog der Hauptverordnung die vier Inzidenzstufen in den Landkreisen. Die jeweils ausschlaggebende Inzidenzstufe wird bei Vorliegen der Voraussetzungen (mind. 5 Tage stabil) von den Stadt- und Landkreisen veröffentlicht – in der Regel über die Internetseiten.

Inzidenzstufe 1 = 7-Tages-Inzidenz max. 10
Inzidenzstufe 2 = 7-Tages-Inzidenz max. 35
Inzidenzstufe 3 = 7-Tages-Inzidenz max. 50
Inzidenzstufe 4 = 7-Tages-Inzidenz über 50

In der Verordnung wird nun nicht mehr zwischen Angeboten der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit unterschieden. Grundsätzlich sind Angebote Veranstaltungen, für die die Einrichtungen entsprechende Hygienevorschriften einzuhalten haben, Hygienekonzept erstellen und Kontaktdaten erfassen. Im Unterschied zu anderen Veranstaltungen zählen Teilnehmende und Mitarbeitende zusammen.

Für die Mobile Jugendarbeit gilt weiterhin, dass die aufsuchende Arbeit und die Beratung im Einzelfall  in den Anlaufstellen zur Daseinsvorsorge zählen. Das heißt, für die Einrichtung an sich ist ein Hygienekonzept zu erstellen und die Hygienevorschriften einzuhalten. Dokumentation ist außerhalb von Angeboten für Gruppen nicht erforderlich.

Die aktuelle Fassung der Verordnung für die KJA/JSA unterscheidet nun nur noch nach eintägigen oder mehrtägigen Angeboten. Mehrtägige Angebote (sowohl mit als auch ohne Übernachtung) können nur für getestete, geimpfte oder genesene Beteiligte durchgeführt werden. Für Angebote der offenen Tür (also mit Kommen und Gehen ohne vorherige Anmeldung) gilt die Obergrenze der Beteiligtenzahl in der jeweiligen Inzidenzstufe über die Gesamtzeit des Angebots hinweg.

Bei der Durchführung von Freizeiten ist weiterhin zu beachten, dass Auslandsangebote in der vollen (finanziellen wie auch rechtlichen) Verantwortung der Träger liegen und neben den Regelungen im Ausland auch die Einreiseverordnung des Bundes und die Absonderungsverordnung für Ba.-Wü. zu berücksichtigen sind.


Angebote finden im öffentlichen, halböffentlichen oder privaten Raum statt. Angebote sind Veranstaltungen (vgl. §8 Hauptverordnung)
– Anders als bei sonstigen Veranstaltungen werden bei der zulässigen Personenzahl Teilnehmende und Betreuende immer zusammengezählt.
– Die Einhaltung der Abstandsempfehlungen muss ermöglicht werden (orientiert am zur Verfügung stehenden Platz)
– Pflicht zum Tragen medizinischer Masken – entfällt jedoch im Freien, wenn die Abstände eingehalten werden, in Räumen, die der Übernachtung dienen sowie innerhalb eines Angebots bzw. innerhalb der gebildeten Gruppen, wenn kein Kontakt zu Dritten besteht
– Hygieneanforderungen nach §2 CoronaVO sind einzuhalten
– Hygienekonzept nach §5 CoronaVO liegt vor
– Datenerhebung nach §6 CoronaVO (für jedes Angebot/Veranstaltung, nicht für die Einrichtung an sich)
– Zutritts- und Teilnahmeverbot ergibt sich aus der CoronaVO Absonderung sowie aus den Vorschriften zu  geimpften, genesenen und getesteten Personen (CoronaVO §4)

Es empfiehlt sich auch weiterhin, die örtliche Polizei sowie Ortspolizeibehörde und das zuständige Jugendamt über die Tätigkeiten der MJA zu informieren. Mobile Jugendarbeit sollte im Interesse der Arbeit für und mit den jungen Menschen transparent machen, wie sie im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten im öffentlichen Raum aktiv und unterwegs ist und sonstige Angebote umsetzt. Gerade bei Angeboten im öffentlichen Raum ist es im Sinne der Transparenz hilfreich, deutlich zu machen, dass es sich um ein Angebot der MJA handelt und ggf. neben dem Hygienekonzept die aktuellen Regelungen dabei zu haben.

Für Rückfragen und Beratung stehen wir Euch wie gehabt gerne zur Verfügung.

Neue CoronaVO KJA/JSA in BW ab 14.06.2021 – Weitere Öffnungsschritte

Wie angekündigt gilt ab 14.06.2021 eine eine neue Fassung der CoronaVO für die Angebote der KJA/JSA.

In der aktuellen Fassung der Verordnung ist nun auch geregelt, wie Übernachtungsangebote umgesetzt werden können – mit weiteren Öffnungsschritten ab 01.07.2021. Grundsätzlich sind Angebote mit Übernachtung bei einer Inzidenz von 50 und weniger möglich. Dabei wird jeweils noch unterschieden zwischen Angebote mit mindestens 4 Übernachtungen und solchen, die eine kürzere Dauer haben.(Übernachtungs-) Angebote außerhalb Deutschlands werden in der aktuellen Verordnung für die Angebote der KJA/JSA nicht behandelt und sind bedingt möglich. Zu beachten ist, dass Auslandsangebote in der vollen (finanziellen wie auch rechtlichen) Verantwortung der Träger liegen und neben den Regelungen im Ausland auch die Einreiseverordnung des Bundes und die Absonderungsverordnung für Ba.-Wü. zu berücksichtigen sind.

Wir haben versucht, die abhängig von der Inzidenz möglichen Angebote in einer Matrix darzustellen. Es wird weiterhin unterschieden, was mit oder ohne Test- bzw. Nachweiskonzept möglich ist. Grundlegend wichtig ist, dass bei vielen Öffnungsschritten die Einhaltung der 3 G-Regel notwendig ist. Das heißt, es muss von allen Beteiligten mindestens ein negativer Schnelltest oder der Nachweis über Impfung oder Genesung vorliegen.

Formate der offenen Tür können unterhalb einer Inzidenz von 35 stattfinden. Dafür ist dann keine vorherige Anmeldung erforderlich, allerdings ein negativer Test oder Impf-/Genesungsnachweis. Die Kontaktdaten werden erfasst.

Angebote finden im öffentlichen, halböffentlichen oder privaten Raum statt. Angebote sind Veranstaltungen (vgl. §11 Hauptverordnung)
– in Angeboten stehen die Teilnehmenden fest (Anmeldung erforderlich – außer bei Formaten der offenen Tür nach §2 Abs. 5 und 6)
– Anders als bei sonstigen Veranstaltungen werden bei der zulässigen Personenzahl Teilnehmende und Betreuende immer zusammengezählt.
– Die Einhaltung der Abstandsempfehlungen muss ermöglicht werden
– Pflicht zum Tragen medizinischer Masken – entfällt jedoch im Freien, wenn die Abstände eingehalten werden sowie unter bestimmten Umständen in Übernachtungsangeboten
– Hygieneanforderungen nach §4 CoronaVO sind einzuhalten
– Hygienekonzept nach §6 CoronaVO liegt vor
– Datenerhebung nach §7 CoronaVO (für jedes Angebot/Veranstaltung, nicht für die Einrichtung an sich)
– Zutritts- und Teilnahmeverbot nach §8 CoronaVO
– Arbeitsschutzanforderungen nach §9 CoronaVO

Es empfiehlt sich auch weiterhin, die örtliche Polizei sowie Ortspolizeibehörde und das zuständige Jugendamt über die Tätigkeiten der MJA zu informieren. Mobile Jugendarbeit sollte im Interesse der Arbeit für und mit den jungen Menschen transparent machen, wie sie im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten im öffentlichen Raum aktiv und unterwegs ist und sonstige Angebote umsetzt.

Bei Fragen steht die Servicestelle gern zur Verfügung. Ihr erreicht uns am besten per Email an servicestelle@lag-mobil.de oder telefonisch unter 0711-1656-222 oder -474. 

Ausblick auf weitere Öffnungsschritte

Aktuell gelten die Regelungen der CoronaVO für die Angebote der KJA und JSA vom 15.05.2021. Ab 07.06.2021 tritt eine neue allgemeine CoronaVO in Kraft, woraufhin auch die Möglichkeiten für Angebote der KJA/JSA erweitert werden könnten. dies soll bis Mitte Juni geschehen.

Bis es soweit ist, stellen wir hier einen Brief des Amtschefs des Sozialministeriums zur Verfügung, der einen Ausblick auf mögliche Änderungen gibt. Dieser gibt insbesondere Auskunft zu Planungen, wie Freizeiten mit Übernachtung möglich sein könnten und nimmt Stellung zu den Fragestellungen bezüglich Testungen für Angebote. Für Freizeiten mit Übernachtung ist geplant, eine Mindestdauer von 5 Tagen festzulegen. Diese sollen jedoch grundsätzlich erst ab einer stabilen Inzidenz von U50 möglich sein.

Momentan ist die Entwicklung recht erfreulich, so dass die Planung von Freizeiten durchaus realisierbar erscheint.

Brief vom 02.06.2021 zu weiteren Öffnungsperspektiven der KJA/JSA